Vor 20 Jahren: Endlich kommt die D-Mark

Irgendwie ernst: So sah das alte DDR-Geld aus.

Die Geldscheine waren blau, grün oder rot und sie zeigten die Köpfe von wichtigen Männern, eine Fabrik oder spielende Kinder. Die Rede ist vom alten Geld der DDR.

DDR - das steht für Deutsche Demokratische Republik. So hieß früher der Staat im Osten Deutschlands. Denn vor 20 Jahren war unser Land nämlich geteilt. Im Westen lag die Bundesrepublik Deutschland.

Im Osten bezahlte man damals mit der DDR-Mark. Als die DDR schließlich zusammenbrach, wollte fast niemand im Osten die eigene Mark behalten. Ein Grund: Mit DDR-Mark konnte man im Westen nicht bezahlen. Doch dort gab es viel mehr Sachen zu kaufen - etwa Klamotten, besonderes Obst oder Autos, die man in der DDR nur schwer bekommen konnte.

Die DDR-Mark konnte man damals zwar umtauschen, aber sie war viel weniger wert als die D-Mark im Westen. Für zehn DDR-Mark bekam man entsprechend viel weniger D-Mark.

Am 1. Juli vor 20 Jahren wurde die D-Mark schließlich auch im Osten eingeführt. Stunden, bevor die Banken aufmachten, standen davor schon lange Schlangen. Viele Menschen wollten zu den ersten gehören, die das neu ausgezahlte Geld in den Händen hielten. Und man musste zum Einkaufen auch nicht mehr in den Westen fahren. Denn nun gab es West-Sachen auch in normalen Geschäften im Osten zu kaufen.

Die Sache hatte aber auch Haken: Zum Beispiel wurden viele Bauern und Betriebe in der DDR ihre Ware nicht mehr los. Denn fast jeder wollte nur noch West-Dinge haben.

Zur DDR gehörten übrigens die heutigen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und ein Teil von Berlin.

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