Igor aus Serbien erzählt: schnell und hoch klettern

Igor beim Training: Klettern ist für den Jungen aus Serbien sein größtes Hobby.

Keine Kletterwand ist ihm zu hoch oder zu steil. Selbst überhängende Felsen oder künstliche Wände erschrecken ihn nicht: Igor trainiert dreimal in der Woche das Klettern.

Bei schlechtem Wetter in der Halle, bei gutem im Freien. "Bei Wettkämpfen geht es um Geschwindigkeit und Höhe", erklärt der Elfjährige. Sechs Medaillen und einen Sieger-Becher hat er bisher eingeheimst. Igor lebt in Belgrad. Das ist die Hauptstadt von Serbien, einem Land im Südosten Europas.

Doch der Sport ist natürlich nicht alles, da wäre noch die Schule. Und dafür muss Igor früh aufstehen. "Das dauert von 20 nach 6 Uhr bis 20 vor 7", sagt Igors Vater und meint: Es ist schwierig seinen Sohn aus dem Bett zu kriegen. In der Schule sind Informatik, Sport und Technik seine Lieblingsfächer. Und die anderen Fächer? "So lala", antwortet Igor. Als Fremdsprachen stehen Englisch und Deutsch auf dem Stundenplan. Igor geht in die fünfte Klasse und muss meist sechs Stunden - bis halb zwei Uhr - die Schulbank drücken.

Wofür würde Igor denn sorgen, wenn er einen Tag richtig mächtig wäre? "Dass sich die Leute wirklich an die Gesetze halten", sagt der Junge schnell. Ihn nervt nämlich vor allem der chaotische Verkehr in seiner Heimatstadt. Dort hält sich kaum jemand an die Regeln. Und fast jeder parkt, wo er gerade will.

Igor gehört zu den wenigen Jungen in Serbien in seinem Alter, die schon viel gereist sind. Mit seinem Vater ist er im Winter schon in den Bergen zum Skifahren gewesen. Mit den Großeltern war er schon in Ägypten, der Türkei und sogar in den USA. Und seit Jahren macht er im Sommer mit seinem Vater Urlaub auf einer griechischen Insel.

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