Husten und Bauchweh: Auch Pferde werden krank

Pferde fühlen sich auf einer Weide normalerweise sehr wohl. Aber auch dort können sie sich verletzen.

Allergien, Husten und Koliken - all das können Pferde bekommen. Je nachdem wie schlimm die Krankheit ist, muss man den Tierarzt rufen. Der weiß meistens Rat.

Helena macht sich Sorgen. Ihr Pony Ghosty möchte noch nicht einmal die Banane fressen, die sie ihm mitgebracht hat - dabei liebt er Bananen. Doch Ghosty ist heute nicht wie sonst. Er frisst nichts, schaut immer wieder nach seinem Bauch, wälzt sich auf dem Boden, steht wieder auf und läuft unruhig in der Box herum.

Helena streichelt seinen Hals. Er ist ganz warm - Ghosty schwitzt. Helenas Mutter ruft den Tierarzt, und das ist auch gut so. Denn das Pony hat eine Kolik, also so etwas wie dolle Bauchschmerzen. Das kann bei Pferden schnell gefährlich werden.

Wenn's richtig doof läuft kann sich der Darm ineinander verschlingen, dann muss das Pferd operiert werden. "Pferde haben einen sehr langen Darm", erklärt eine Tierärztin. Warum Ghosty eine Kolik bekommen hat, weiß die Tierärztin nicht genau. Denn das kann viele Ursachen haben: vielleicht zu viel Futter, schlechtes Futter oder eine Wetteränderung? Sie gibt dem Pony eine Spritze, kurze Zeit später geht es dem Tier schon viel besser.

Koliken können Pferden sehr weh tun. Genauso wie Lahmheiten. Davon spricht man, wenn ein Pferd humpelt. Auch das ist bei diesen empfindlichen Tieren häufig, es gibt dafür viele Ursachen. Bis das Pferd vom Tierarzt untersucht wird, darf es nicht geritten werden. Der Reiter selbst kann vorher schon mal schauen, ob er irgendetwas Auffälliges an den Pferdebeinen sieht. "Wenn etwas dick und geschwollen ist, dann hat sich was entzündet", sagt die Tierärztin.

Sie wird auch oft in den Stall gerufen, wenn Pferde husten. Die Behandlung ist so ähnlich wie beim Menschen: Sie kriegen Medikamente. Manchmal müssen sie die sogar inhalieren, also über ein spezielles Gerät einatmen. Einige Pferde haben auch Fieber, gemessen wird das mit einem ganz normalen Thermometer im Po. Pferde haben übrigens eine höhere Körpertemperatur als Menschen. Erst ab etwa 38,5 Grad hat ein ausgewachsenes Pferd Fieber. "Wenn alles glatt geht, sind die Pferde nach einigen Tagen wieder gesund", sagt die Tierärztin.

Pferde können auch Allergien haben. Dann kriegen sie zum Beispiel Sommerekzem. Das juckt fürchterlich! Manche Pferde schubbern sich dann ganz kahle Stellen. Auch Ghosty hat Sommerekzem, aber nicht sehr schlimm. Er kommt deshalb im Sommer nur frühmorgens und spätabends auf die Koppel. Dann sind die Mücken, auf die er allergisch reagiert, kaum noch unterwegs. Vorsichtshalber sprüht ihn Helena noch mit einem Spray gegen Fliegen ein. "Wenn du morgen keine Bauchschmerzen mehr hast, darfst du wieder auf die Koppel", verspricht sie ihm.

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