Hufe beschlagen tut nicht weh

Hufeisen sollen die Pferdehufe schützen - besonders wenn sie stark beansprucht werden.

Beim Hufschmied gilt: Alles nicht so wild wie es aussieht. Wenn er mit einem Messer und einer Raspel das Horn am Huf abschabt, tut das dem Pferd nicht weh - zumindest dann nicht, wenn er es richtig macht.

Das ist so ähnlich wie beim Schneiden von Fingernägeln bei Menschen. Dort sind keine Nerven. Aus dem selben Grund empfindet das Tier auch keinen Schmerz, wenn der Schmied das heiße Eisen auf den Huf drückt.

Vorsichtig muss der Schmied aber sein, wenn er die Eisen annagelt. Denn im Huf hat das Pferd Nerven, und die darf er nicht treffen. Tut er das doch, hat er das Pferd "vernagelt" - so heißt das in der Fachsprache. Das Pferd humpelt dann, und der Schmied muss das Eisen natürlich schnell wieder abmachen.

In den Pferdehuf dürfen auch nur sehr saubere Nägel geschlagen werden. Denn vernagelt der Schmied das Pferd mit einem dreckigen oder rostigen Nagel, kann das Tier schwer krank werden.

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