Hilft ein neuer Deckel gegen die Ölpest?

Hoffentlich hilft's: Mit diesem riesigen Zylinder soll das Öl-Leck am Meeresboden verschlossen werden.

Er ist meterhoch, an manchen Stellen gelb und weiß - und er sieht aus wie ein riesiges Technikmonster. In den USA setzen viele Leute ihre Hoffnung auf ihn: einen speziellen Zylinder. Er soll helfen, die Ölpest im Golf von Mexiko in den Griff zu bekommen.

Seit vielen Wochen sprudeln riesige Mengen Öl ins Meer vor der Südküste der USA. Dort war im April eine Bohrinsel gesunken. Etliche Versuche, das Öl zu stoppen, sind schon gescheitert. Nun sieht es endlich so aus, als könnte es klappen.

Experten haben den superschweren Zylinder über das Leck am Meeresboden gestülpt. Die Fachleute hoffen: Wenn der Deckel richtig dicht abschließt, dann dürfte kein giftiges Öl mehr ins Meer strömen. Die rostbraune Brühe könnte dann durch den Zylinder nach oben fließen und über Leitungen in Schiffen aufgefangen werden. Aber noch ist es nicht so weit. Mehrere Tage könnte es dauern, bis BP endlich weiß, ob wirklich alles dicht ist. BP heißt das Unternehmen, das für die Ölkatastrophe verantwortlich ist.

Für viele Menschen in den USA ist der neue Versuch ein Lichtblick. Denn das Öl vergiftet Tiere wie Meeresschildkröten, Vögel und Fische. Darunter leiden auch Fischer. Außerdem sind die Strände zum Teil mit dem glibberigen Öl verdreckt - und es kommen viel weniger Urlauber. Das macht auch den Menschen zu schaffen, die in Hotels gearbeitet haben.

Doch selbst wenn der Versuch mit dem Zylinder klappt: Ganz zu Ende werden die Arbeiten am Meeresboden dann noch nicht sein. Denn das Leck ist dann schließlich immer noch nicht endgültig gestopft.

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