Sie hilft Frau Holle: Die Schneekanone

Sieht aus wie eine Kanone, schießt aber feinen Schnee und keine Kugel - die Schneekanone.

Dumm gelaufen: Die Wintersaison beginnt, das große Skirennen ist seit Monaten geplant, nur leider fällt kein Schnee - was nun? Kein Problem. Dann machen wir den Schnee halt selbst.

Wenn Frau Holle es nicht schneien lassen will, wird in vielen Wintersportgebieten mit Hilfe von Schneekanonen Kunstschnee auf die Piste gepustet.

Wie das geht? Eigentlich ganz einfach. Alles was man braucht, ist eine Schneekanone, Wasser und Energie. Das Wasser wird über Schläuche in die Schneekanone gebracht und dort durch kleine Düsen gepresst. Dann versprüht ein Gebläse die winzigen Wassertröpfchen in die kalte Luft. Dort verdunstet ein Teil des Wassers, die Tröpfchen kühlen dadurch ab, gefrieren zu kleinen Eiskristallen - und rieseln als Kunstschnee zu Boden. Diese Art von Schneekanonen heißen Propellerkanonen.

Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn es draußen schon einigermaßen kalt ist. So Minus zwei, drei Grad Celsius sollten es schon sein, erklärt Bertin Metzger. Er hat eine Firma für Schneekanonen. Ist es zu warm, können sich keine Eiskristalle bilden. Oder der Schnee taut einfach wieder weg, weil der Boden noch zu warm ist. "Sind die Bedingungen gut, kann man mit vier Schneekanonen in ein bis zwei Nächten eine mittelgroße Skipiste beschneien", sagt der Experte.

Normalerweise wird eine Piste zu Beginn der Saison einmal kräftig beschneit. Im Laufe der Saison wird dann immer dort nachgeschneit, wo es gerade nötig ist. Zum Beispiel an Stellen, wo der Schnee vom Wind verweht wurde oder dort, wo von den Skifahrern besonders viel Schnee abgetragen wurde.

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