Hilfe gegen Hunger: Studentin päppelt Schwäne auf

Vielee Tiere finden kaum noch etwas zu Fressen, Schwäne zum Beispiel.

Auf den Wiesen liegt Schnee und viele Seen sind zugefroren. Manche Tiere finden deshalb kaum noch etwas zu Fressen, Schwäne zum Beispiel.

Beim Spaziergang an der Ostsee sah eine junge Frau viele hungrige Vögel, die schon ganz schwach waren. Das ließ ihr keine Ruhe. "Ich konnte sie nicht verhungern lassen", sagt Annika Börnsen. Nun streut die Studentin jeden Tag viele Kilogramm Futter auf ein Feld an der Ostsee in Schleswig-Holstein.

Unter den Vögeln hat sich das "herumgesprochen": Mittlerweile kommen jeden Tag rund 200 Schwäne angeflogen. "Und es werden immer mehr", sagt die junge Frau. Auch Gänse und andere Wasservögel kommen. Sie bekommen Mais, Hafer und anderes Getreide.

Viel los ist auch bei Tierschützern. Angelika Hörr zum Beispiel hat schon keinen Platz mehr in ihrem Wildtierheim. Zwölf geschwächte Schwäne werden dort gepflegt, bei sich zu Hause hat sie sieben weitere aufgenommen. "Täglich werden uns neue gebracht", sagt sie. Viele Menschen, die einen Schwan, Kormoran, Haubentaucher oder eine Ente in Not sehen, schaffen den Vogel zu Tierschützern oder ins Tierheim.

Fachleute halten allerdings nicht so viel davon, die Tiere zu retten. Die Vögel gewöhnen sich an das Futter und wollen dann nicht mehr weg, erklärt Fritz Heydemann vom Naturschutzbund NABU. Außerdem sei das ungerecht: Die von Menschen dick und rund gefütterten Vögel würden im Frühjahr die Vögel vertreiben, die aus dem Süden zurückkehren und wegen der langen Reise schwächer sind.

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