Hicks! Warum habe ich manchmal Schluckauf?

Wenn Hicks, dann Schlürf, sonst Buuh!

Hicks. Hicks. Und noch mal Hicks. Schon wieder dieser nervige Schluckauf! Was soll das bloß? Schuld daran ist vor allem ein großer Muskel, der deinen Oberkörper in Oben und Unten teilt. Er wird Zwerchfell genannt.

Der Muskel zieht sich plötzlich ungewollt zusammen - und schon ist ein Schluckauf da.

Das Zwerchfell ist wichtig, dass ein Mensch einatmen und ausatmen kann. Dabei senkt und hebt sich das Zwerchfell. Dazu bringen es hauptsächlich zwei Nerven. "Diese Nerven kommen aus dem Gehirn, laufen im Hals hinunter und der linke davon auch am Magen und am Herz vorbei", erklärt der Arzt Jens Keßler. Deswegen kriegt der Nerv es mit, wenn in deinem Magen was nicht stimmt. Die Folge: Das Zwerchfell zieht sich zusammen, sozusagen vor Schreck. Deswegen bekommt man Schluckauf vor allem dann, wenn man zu schnell, zu viel, zu kalt oder zu heiß isst oder trinkt.

Aber woher kommt das Hicks-Geräusch? Daran sind die Stimmbänder im Kehlkopf beteiligt, sagt Fachmann Keßler. Der Kehlkopf sitzt im Hals. Die Bänder darin sind zum Sprechen und Geräusche machen da. Sie schützen dich aber auch davor, dass Essen oder Trinken in die Lunge geraten. Hüpft das Zwerchfell ungewollt, macht die Stimmritze schnell dicht. Die Stimmbänder verschließen dann also flugs den Eingang zu den Atemwegen. Das ist ein Reflex. Und dabei entsteht das Hicks-Geräusch.

Ratschläge, den Schluckauf wegzukriegen, gibt es sehr viele, sagt Fachmann Keßler. Man kann zum Beispiel ein Glas kaltes Wasser trinken, um die Nerven wieder zu reizen, damit der Schluckauf dann vielleicht aufhört. Oder man hält länger die Luft an. Oder man lenkt sich mit einer kniffeligen Denksport-Aufgabe ab. "Mein Lieblingstipp ist zu versuchen, von der gegenüberliegenden Seite eines Glases zu trinken." Vielleicht kriegt auch jemand mit, dass du Schluckauf hast - und erschreckt dich. Das soll auch helfen...

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