Heringshaie werden besser geschützt - andere Haie nicht     

Ein tiefgefrorener Heringshai in einer Fischfabrik.

Ein Herz für Heringshaie: Die Tiere sollen besser geschützt werden. Der Handel mit Heringshaien soll kontrolliert werden, der Fang darf die Fisch-Gruppe nicht bedrohen.

Das haben Fachleute auf einer großen Konferenz für den Tierschutz beschlossen - bei der Artenschutzkonferenz in Doha auf der Arabischen Halbinsel. Deutschland hatte die Kontrolle beantragt. Ganz durch ist die Sache aber noch nicht: Sie könnte vielleicht noch am Donnerstag bei der Schlussabstimmung wieder gekippt werden. Heringshaie gehen öfter mal als Haisteak über die Ladentheke und landen auf Tellern.

Deutschland hatten sich auch dafür eingesetzt, dass der Dornhai besser geschützt wird. Doch in dem Fall musste Deutschland eine Schlappe einstecken: Der Dornhai darf weiter unkontrolliert gefangen werden. Kein Herz zeigten die Leute bei der Konferenz zudem für den Hammerhai und den Weißspitzen-Hochseehai. Ihre Flossen dürfen weiter unkontrolliert gehandelt werden. Sie stehen in manchen Restaurants als Haifisch-Flossen-Suppe auf der Karte zum Beispiel in China.

Die Raubfische werden von den Fischereiflotten quer durch alle Weltmeere gejagt. Tierschützer sagen, die Fachleute hätten bei der Entscheidung gegen den Schutz von Hammerhai, Dornhai und Weißspitzen- Hochseehai der Fischerei-Industrie nachgegeben. Die macht mit den Fischen Geld.

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