Heilige Drei Könige folgten leuchtendem Stern

Ob die echten Heiligen Drei Könige Caspar, Balthasar und Melchior so ausgesehen haben?

Vor mehr als 2000 Jahren hatten die Sterne eine ungewöhnliche Stellung am Himmel. Einer von ihnen leuchtete sehr hell. Drei kluge Männer glaubten, dass das etwas Besonderes zu bedeuten hatte. Deshalb folgten sie dem hellen Stern.

Er führte sie nach Bethlehem, einer Stadt in Palästina. Das liegt östlich des Mittelmeers. Dort fanden sie das neugeborene Jesuskind mit Maria und Josef. An diese Geschichte erinnert der Dreikönigstag am 6. Januar.

So geht die Erzählung, und die drei Sterndeuter hießen Caspar, Melchior und Balthasar. Sie waren sicher, dass Jesus eine Art Retter sei und einmal etwas Großes werden würde. Deshalb hatten sie ihm kostbare Geschenke mitgebracht: teures Gold sowie die seltenen Duftstoffe Weihrauch und Myrrhe. Ja, man könnte sagen, das waren die allerersten Weihnachtsgeschenke.

So oder so ähnlich berichten die Bibel und andere Erzählungen über den Besuch der Heiligen Drei Könige bei Jesus. Was daran wirklich stimmt, weiß man nicht so genau. In der Bibel ist zum Beispiel noch nicht von Königen die Rede. Dort werden sie Sterndeuter oder weise Männer genannt. Möglicherweise kamen sie aus den heutigen Ländern Irak oder Iran, wo man damals schon viel von Sternenkunde verstand. Auch ihre Namen kamen erst später ins Spiel.

Besonders in der katholischen Kirche werden Caspar, Melchior und Balthasar sehr verehrt. Im Dom der Stadt Köln steht ein prachtvoller Sarg aus Gold und Silber. Darin sollen die Knochen der Heiligen Drei Könige liegen. Ein wichtiger Kirchenmann soll sie vor mehr als 800 Jahren nach Köln gebracht haben. Bald kamen jedes Jahr viele Tausend Menschen in die Stadt, um vor dem Sarg zu beten. Das brachte sehr viel Geld nach Köln.

Bis heute sorgt ein alter Brauch dafür, dass die Geschichten nicht vergessen werden. Um den Dreikönigstag ziehen in vielen Gegenden als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder von Haus zu Haus. Sie singen Lieder und sammeln Geld für gute Zwecke. Dann schreiben die Sternsinger mit Kreide einen Segen an die Haustüren. Darin stecken auch die Anfangsbuchstaben der Namen der drei Könige: "C+M+B".

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