Das Fahrrad: Wer hat's erfunden?

Sieht ganz schön wackelig aus: Aber so ist man früher Fahrrad gefahren.

Viele Tausend Jahre lang liefen die Menschen zu Fuß. Später spannten sie zum Beispiel Pferde vor einen Wagen und ließen sich ziehen.

Doch sie suchten immer weiter nach neuen und besseren Geräten, um damit von A nach B zu kommen. So erfanden sie auch das Fahrrad. Eines der ersten Fahrräder baute der Erfinder Karl Drais aus Karlsruhe. Und zwar vor fast 200 Jahren.

Er nannte seine Erfindung Draisine. Die Draisine war aber eigentlich noch gar kein Fahrrad, sondern ein Laufrad: Sie hatte keine Pedale. Um zu fahren, musste man sich mit den Füßen vom Boden abstoßen.

Wer zum ersten Mal auf die Idee kam, Pedale an ein Fahrrad zu schrauben, weiß man nicht genau. Sie wurden aber damals direkt am Vorderrad befestigt. Wenn man einmal in die Pedale trat, drehte sich auch das Vorderrad genau einmal herum. Deshalb bauten die Leute nach und nach immer riesigere Vorderräder: Je größer das Vorderrad war, desto weiter kam man mit einem einzigen Tritt in die Pedale voran.

Leider waren solche Hochräder sehr gefährlich. Man saß hoch über dem Boden und konnte beim kleinsten Schlagloch böse stürzen. Ein Glück, dass bald danach der Kettenantrieb erfunden wurde! Den haben unsere Fahrräder heute noch: Die Pedale drehen ein großes Zahnrad in der Mitte des Fahrrads. Dieses Zahnrad bewegt die Fahrradkette, und die dreht wiederum ein zweites Zahnrad am Hinterrad. Und das dreht dann das Hinterrad. Deshalb haben unsere Fahrräder wieder normal große Räder: Um schneller zu sein, braucht man jetzt nämlich nur noch ein größeres Zahnrad - und kein riesengroßes Rad.

Kommentare