Wer hat's erfunden? Die Eisenbahn

Tschuff, tschuff! Mit solchen Dampflokomotiven fuhren bei uns die ersten Züge.

Ohne Bergwerke gäbe es heute vielleicht keine Eisenbahn. Vorläufer der Eisenbahnschienen benutzten Menschen zum Beispiel schon vor mehreren hundert Jahren - in Bergwerken. Die Schienen waren damals meist noch aus Holz. Sie machten es einfacher, Kohle oder Steine in kleinen Wagen zu bewegen.

Die Wagen fuhren damals noch nicht von selbst, sondern wurden von Menschen oder Pferden gezogen. Bevor es die erste richtige Lok gab, musste erst einmal eine andere Erfindung gemacht werden: die Dampfmaschine. Darin wird Wasser erhitzt. Und mit dem Wasserdampf kann man dann Geräte antreiben. Die Dampfmaschine benutzte man zum Beispiel auch in Bergwerken, um Pumpen und Förderbänder zu bewegen.

Die allererste Dampflokomotive fuhr vor etwa 200 Jahren in England, ebenfalls in einem Bergwerk. Aber das Gerät war zu schwer für die Schienen aus Gusseisen, die unter der Last zerbrachen. Der englische Maschinenbauer George Stephenson entwickelte deshalb ein paar Jahre später stabilere Schienen aus gewalztem Eisen. Er baute auch die erste richtig brauchbare Dampflok, die Menschen und Güter zwischen zwei englischen Städten transportierte.

In Deutschland fuhr die erste Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth in Bayern. Die Strecke war nur sechs Kilometer lang. Dafür braucht man zu Fuß etwas mehr als eine Stunde.

Am Anfang war die Eisenbahn vielen Leuten nicht geheuer. Sie befürchteten zum Beispiel, die schnellen Züge könnten eine gefährliche Gehirnkrankheit auslösen. Dabei waren die Lokomotiven damals noch recht langsam. Heute können Züge sehr viel schneller fahren. Sie fahren auch nicht mehr mit Dampfantrieb, sondern meist mit elektrischem Strom.

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