Gummibärchen: Eine Leckerei nach Geheimrezept

Nein! Doch nicht in die Waschmaschine! Hier wird poliert!

Gummibärchen sind eine leckere Süßigkeit. Und obwohl fast jeder sie kennt, bergen sie ein großes Geheimnis: Beim Unternehmen Haribo kennen nur wenige Arbeiter das Rezept für die Leckerei.

Kaum zu glauben, dass daraus einmal Gummibärchen werden! Die Zutaten für die kleinen Fruchtgummis sehen überhaupt nicht lecker aus: In einen großen Bottich mit Wasser kommt zuerst ein gelb-braunes Pulver, die Gelatine. Sie sorgt dafür, dass die Bärchen am Ende so gummiartig sind.

Dazu geben die Haribo-Arbeiter Glukosesirup, eine zähe, klare Flüssigkeit, die später die Bären durchsichtig macht. Verschiedene Sorten Zucker sorgen dann für die richtige Süße. Fruchtsäfte und Aromen machen die Bären später bunt und geben ihnen ihren Geschmack.

Den genauen Mix dieser Masse verrät bei Haribo aber niemand. "Das ist ein Geheimrezept", sagt Andreas Lohmüller. Er ist der oberste Gummibären-Macher im Bonner Haribo-Werk - und einer der wenigen Leute, die das Rezept kennen. Es liegt sicher verschlossen in einem Safe in seinem Büro.

Herr Lohmüller darf aber verraten, wie die Bären ihre typische Form bekommen: Dazu werden flache Holzkästen mit Maisstärke gefüllt, einem mehlartigen Pulver. In dieses Mehl macht eine Maschine viele kleine Gummibärchen-Abdrücke, so ähnlich wie du am Strand Fußabdrücke im Sand hinterlässt. In einen der Kästen passen mehr als 500 Bären-Formen. In diese Mehl-Formen füllt eine Maschine nun die Gummibärenmasse.

Jetzt heißt es warten: Zwischen drei und fünf Tage müssen die Gummibären in den Formen trocknen. Damit man beim Naschen das Stärkemehl nicht schmeckt, werden sie noch extra poliert. Sie bekommen noch eine Wachsschicht, dann glänzen sie und kleben nicht zusammen. Und dann wandern die Bärchen schließlich in die Tüten.

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