Wer wird Weltmeister? Und wie? Sechs wissenswerte Geschichten zur WM in Südafrika

Mit grünem Pulver zum Sieg

Elf Freunde müsst ihr sein: 32 Teams kämpfen um den WM-Titel.

Deutschland wird Weltmeister. Das zumindest behauptet der Dortmunder Physik-Professor Metin Tolan. Er hat alle deutschen Platzierungen bei einer Weltmeisterschaft herausgesucht und berechnet, dass die deutsche Elf alle vier bis fünf WM-Turniere den Titel holt.

Verzauberter Fußball

Fußball ist also – so scheint es zumindest – berechenbar. Und verzaubert. Jedenfalls, wenn es nach einigen afrikanischen Schamanen und Zauberern geht. Die lassen sich allerlei einfallen, um den afrikanischen Mannschaften zum Sieg zu verhelfen. Da gibt es zum Beispiel grüne Pulver, um den Gegner einzuschüchtern, und angerufene Geister, die Tore vernageln sollen. In den nächsten Tagen werden wir sehen, ob das klappt oder ob die Schamanen von allen guten Geistern verlassen sind.

Erfolgreiche Gastgeber

Die Chancen, dass Südafrika Weltmeister wird, stehen auf jeden Fall – abgesehen von der Sieg-Formel von Metin Tolan – schon mal nicht schlecht: Ganze sechs Mal haben die Gastgeber einer WM diese auch gewonnen (Uruguay 1930, Italien 1934, England 1966, Deutschland 1974, Argentinien 1978 und Frankreich 1998). Und: Bisher haben alle Gastgeber die Vorrunde der WM überstanden.

Apfelsinengegner

Überstehen wollen auch die deutschen Spieler die WM-Vorrunde. Daher sollten sie erstmal keine Apfelsinen mehr essen. Jedenfalls wenn es nach Otto Nerz geht. Der war nicht nur der deutsche Nationaltrainer bei der WM 1934 in Italien, sondern auch Arzt. Also untersagte er den deutschen Spielern kurzerhand das Essen von Apfelsinen, weil das ihre Leistung dämpfe. Stürmer Sigmund Haringer von Bayern München aß nach dem Sieg über Belgien im Achtelfinale trotzdem eine Apfelsine. Und musste Heim fahren – wegen Disziplinlosigkeit.

Ungerechter Sport

Disziplin ist übrigens nicht immer wichtig. Immerhin ist Fußball der ungerechteste Sport der Welt. Warum? Bei dem beliebten Ballsport gewinnt längst nicht immer der bessere. Im Gegenteil. Nicht selten geht die schlechtere Mannschaft als Sieger vom Platz, weil sie durch einen Zufallstreffer oder ein nicht gerechtfertigtes Tor vorn liegt. Im Handball, wo schnell mal 50 Tore in einem Spiel geworfen werden, ist solch ein Treffer kein Problem. Im Fußball entscheidet er dagegen schon mal eine Weltmeisterschaft.

Siegfrage ungeklärt

Wer durch Zufall oder Können gewinnt, bleibt also spannend. Bisher haben sich sieben Teams die Weltfußball-Krone aufgesetzt: Brasilien, Italien, Deutschland, Argentinien, Uruguay, England, Frankreich. Und sie alle sind bei der WM in Südafrika dabei.

Von Marie Klement

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