Große Sorge um Atomkraftwerk in Japan

Hubschrauber sammeln Meerwasser, um es über dem Atomkraftwerk abzuwerfen.

Hoffentlich klappt es mit der Kühlung! Das wünschen sich derzeit viele Menschen in der ganzen Welt, denn in Japan in Asien ist ein Atomkraftwerk stark beschädigt.

In so einem Werk wird Strom hergestellt. Wenn dabei etwas schiefgeht, können sehr viele gefährliche Strahlen ins Freie gelangen. Deswegen warfen am Donnerstag Hubschrauber viel Wasser auf Teile des Atomkraftwerks, damit das Innere abkühlt und die Anlage nicht noch mehr beschädigt wird.

Denn Kühlung ist wichtig: In einem Atomkraftwerk gibt es unter anderem spezielle Stäbe, in denen eine Art Atomfeuer steckt, das viel Hitze produziert. Deswegen muss um die Brennstäbe herum immer Wasser sein, damit diese nicht zu heiß werden. Wenn das nicht geschieht, kann es zur sogenannten Kernschmelze kommen.

Das heißt: Die Brennstäbe fangen an zu schmelzen und gehen kaputt. Dann kann das Atomfeuer aus ihnen herauskommen. Irgendwann gelangt dann auch krankmachende Strahlung ins Freie. So ein Unglück kommt weltweit aber nur sehr, sehr selten vor. Bei uns in Deutschland gab es das zum Beispiel noch nie.

Das Atomkraftwerk im Nordosten Japans wurde vor etwa einer Woche bei einem heftigen Erdbeben und einer Riesenwelle ziemlich beschädigt. Es klappt wohl nicht mehr so richtig, die Brennstäbe zu kühlen. Deswegen flogen Hubschrauber über die Anlage und warfen Wasser zum Kühlen hinunter.

Und wie geht es den Menschen? Nach dem Erdbeben und dem Tsunami schienen viele Leute in Japan ziemlich ruhig zu bleiben. Zumindest konnte man diesen Eindruck bekommen: Es waren nur wenig Leute zu sehen, die in der Öffentlichkeit weinten, stattdessen wirkten viele sehr gefasst, aber die Japaner sind auch für ihre Zurückhaltung bekannt. Mit den großen Problemen am Atomkraftwerk wuchs allerdings auch die Angst vieler Japaner. Sie beobachten deshalb genau, wie es am Atomkraftwerk weitergeht.

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