Große Zählaktion in Deutschland

Zensus in Deutschland: Dingdong! Guten Tag, darf ich ein paar Fragen stellen?

Wie viele Wohnungen gibt es in Deutschland genau? Und wie viele Schulen brauchen wir? Manchmal ist es schwer, auf solche Fragen schnell eine passende Antwort zu finden.

Denn die Daten der Behörden reichen dafür manchmal nicht aus. Die Infos können zum Beispiel schon älter sein. Auch deshalb gibt es in Deutschland im Mai eine Volkszählung. Die erste nach langer Zeit, sie heißt "Zensus 2011". Dafür müssen Menschen unter anderem einen Fragebogen ausfüllen. Sie geben zum Beispiel an, wie viele Kinder bei ihnen leben und ob sie Arbeit haben. Das müssen aber längst nicht alle Familien in Deutschland machen, sondern nur ein Teil - sozusagen stellvertretend für alle. Außerdem steuern Behörden noch Daten bei, die schon vorliegen.

Die Zählaktion ist ein bisschen wie eine große Aufräumaktion in der riesigen Menge an Daten. Denn manchmal weiß man nicht, wie viele Menschen genau in einer Stadt leben und wie alt sie sind. Das ist aber wichtig, um zu planen: zum Beispiel, wie man Gelder für Schulen, Kindergärten und Altenheime verteilt.

Früher gab es in Deutschland große Proteste gegen Volkszählungen. Viele Menschen wollten nicht zu viel aus ihrem Leben verraten. Heute ist der Widerstand nicht so groß. Datenschützer kritisieren trotzdem manche Fragen. Zum Beispiel die Frage, welcher Religion ein Mensch angehört. Sie sagen, dass gehe niemanden etwas an. Die Antwort auf diese Frage ist deshalb freiwillig.

Der Name einer Familie soll gelöscht werden. Datenschützer wollen aber genau prüfen, ob das auch wirklich passiert. Ihnen ist die Volkszählung immer noch unheimlich.

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