Gladiatoren: gut ausgebildet und teuer

Zwei als Gladiatoren verkleidete Männer kämpfen gegeneinander - aber natürlich nur mit Holzschwertern.

Im Kolosseum - einem riesigen Amphitheater in Rom - haben Gladiatoren vor langer Zeit gegeneinander gekämpft. Viele von ihnen sind dabei gestorben. Ihre Besitzer waren darüber meist gar nicht glücklich. Denn gut ausgebildete Gladiatoren kosteten viel Geld.

Es gab sogar extra Schulen für Gladiatoren. Dort ging es oft grausam zu und das Training war sehr hart. Die meisten Schüler waren nicht freiwillig da. Sie waren Kriegsgefangene, Sklaven oder verurteilte Verbrecher. Manchmal entschied sich aber auch ein freier Mann, es als Gladiator zu versuchen und Ruhm und Ehre zu erkämpfen.

Gladiatorenkämpfe gab es etwa 800 Jahre lang. In der ganzen Zeit starben im Kolosseum in Rom etwa 300.000 Menschen. Das schätzen Forscher. Vor etwa 1500 Jahren waren die Kämpfe dann überall verboten.

Hintergrund: Verachtet und bewundert

Die Menschen waren sich früher nicht einig, was sie von Gladiatoren halten sollten. Eigentlich galten sie als ehrlos - etwa so wie Henker oder Totengräber in früheren Zeiten. Schließlich waren die meisten Gladiatoren Verbrecher oder Sklaven.

Es gab aber auch berühmte Kämpfer, die bewundert und von Frauen umschwärmt wurden. Viele fanden es toll, dass die Gladiatoren so mutig waren. Manche Fans malten sogar Bilder ihrer Lieblinge auf Hauswände.

Auch Kinder durften übrigens bei den Spielen zugucken. Damals waren solche Grausamkeiten normaler als heute. Viele Eltern fanden die Shows spannend und nahmen ihre Kinder einfach mit.

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