So ist das Wetter im Weltraum

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Das "Solar Dynamics Observatory" funktioniert in etwa wie eine fliegende Wetterwarte.

Wenn eine rote Sonne hinter den Bergen versinkt, sieht das meist friedlich aus. Doch Pustekuchen! Die Sonne ist ein brodelnder Gasball, der massenhaft Teilchen und Strahlung ins Weltall schleudert.

Manchmal ist sie aktiver als zu anderen Zeiten. Je nachdem verändert sich auch das Weltraumwetter. So nennen Forscher das Geschehen, obwohl es im All natürlich nicht regnet oder schneit.

Dort sitzen auch keine Wetterforscher wie auf der Erde, die die Veränderungen dauernd beobachten. Deshalb wissen wir bisher recht wenig über das Wetter im Weltraum. Das soll sich ändern. Deshalb will die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA bald einen neuen Satelliten ins All schicken. Er heißt in Englisch "Solar Dynamics Observatory" und funktioniert in etwa wie eine fliegende Wetterwarte. Wenn alles gut geht, könnte er schon an diesem Mittwoch starten.

Der Satellit soll die Sonne rund um die Uhr im Blick behalten. Er macht ständig Fotos - etwa von der Oberfläche der Sonne. Er überwacht unter anderem die sogenannte ultraviolette Strahlung und misst das Magnetfeld der Sonne. All diese Daten funkt er zurück zur Erde - und zwar unglaubliche Mengen davon. Sie würden umgerechnet etwa 240 Spielfilme oder 500.000 Lieder pro Tag ergeben.

Die Infos sollen helfen, das Weltraumwetter künftig besser vorhersagen zu können. Das ist zum Beispiel wichtig, weil dann Astronauten und Satelliten im All besser geschützt werden können. Die Betreiber von Kommunikations-Satelliten könnten zum Beispiel ihre Geräte rechtzeitig in einen sicheren Modus schalten, wenn ein Sonnensturm angesagt ist. Bei so einem Sturm sendet die Sonne große Wolken geladener Teilchen ins All.

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