Gerettet? Galapagos-Inseln von Schutzliste gestrichen

Eine Touristin beobachtet auf einer der Galapagos-Inseln eine Riesenschildkröte. Diese Tiere kann man sonst kaum auf der Welt beobachten.

Stinkende Müllhalden und giftige Rauchschwaden: Lange Zeit sah es auf den Galápagos-Inseln im Pazifik nicht gut aus. Die Inseln gehören zu dem Land Ecuador in Südamerika. Auf ihnen gibt es eine tolle Natur und viele seltene Tiere.

Jahrelang kümmerten sich die Menschen aber nicht wirklich um die Umwelt. Stattdessen verschmutzten sie die Insel immer mehr. Eine weltweite Organisation schlug deswegen vor einigen Jahren Alarm. Die Organisation heißt UNESCO. Sie erklärte die Inseln für gefährdet. Sie kamen auf eine Rote Liste.

Seitdem hat sich auf den Galápagos-Inseln einiges geändert. Die Regierung sorgte zum Beispiel dafür, dass nicht mehr so viele Touristen auf die Inseln reisten. Diese Leute latschten bisher nämlich häufig durch die Natur und schadeten so den Tieren und Pflanzen.

Weniger Urlauber - auch das tat den Inseln gut, fand die UNESCO. Es habe sich einiges gebessert. Die UNESCO entschied deswegen am Mittwoch: Die Galápagos-Inseln sind nicht mehr gefährdet.

Einige Menschen finden diese Entscheidung der UNESCO falsch. Sie sagen unter anderem: Auf den Galápagos-Inseln ist noch längst nicht alles in Ordnung. So kommen zum Beispiel noch immer zu viele Touristen dorthin. Und Naturschützer befürchten, dass nun noch mehr aufkreuzen.

Außerdem sorgen sie sich: Wenn die Galápagos-Inseln nicht mehr auf der Roten Liste stehen, kümmert sich keiner mehr um sie. Dann könnten die Inseln bald schon wieder so vermüllt sein, wie sie es vor kurzem noch waren.

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