Geheimsprache der Hafenarbeiter: die Kedelkloppersprook

Die Kedelklopper waren meist arm und schmutzig und niemand wollte etwas mit ihnen zu tun haben. So blieben sie oft unter sich. Und sie erfanden eine Geheimwaffe: eine eigene Sprache.

So konnten die anderen Hafenarbeiter nicht so gut über sie spotten. Nur die Kedelklopper selbst und manchmal deren Familien verstanden diese Kedelkloppersprook. Die klingt ziemlich lustig und geht so:

- Jedes Wort musste mit einem Vokal beginnen, zum Beispiel mit a, e oder i. Wenn am Anfang etwa ein s oder ein t stand, also ein Konsonant, wurde der einfach ans Ende geschoben. Aus "doof" wurde so zum Beispiel "oofd".

- Ans Ende von jedem Wort wurde danach noch ein i gehängt. Aus "oofd" wurde so "oofdi".

Diese wenigen Tricks reichten, um die Sprache ganz fremd klingen zu lassen. Probiert es doch mal aus: Was heißt "Imi Afenhi iegtli eini Iffschi" oder "Udi istbi oofdi!"?

Übrigens sprachen viele Kedelklopper Plattdeutsch. Deswegen klang ihre Geheimsprache ein bisschen anders als in diesen Beispielen.

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