Heidschnucken: Aus Schafswolle wird Dünger

Schafe scheren ist ein harter Job.

Möglichst schön und lang sollen die Blumen im Vorgarten blühen. Deshalb schüttet man oft ein bisschen Dünger dran. Aber hättest du gedacht, dass auch Schafwolle ein prima Düngemittel ist?

Wie gut, dass es da bald Nachschub gibt. Denn für rund 2500 Heidschnucken steht in diesen Tagen ein Friseurtermin an. Die Tiere leben in der Lüneburger Heide in Niedersachsen. Heidschnucken sind eine bestimmte Rasse von Schafen.

Weil ihre langen Zottelhaare nicht fein genug sind, kann man aus der Wolle der Heidschnucken keine schönen Pullover machen. "Die würden nämlich richtig jucken auf der Haut", erklärte der für die Schafe zuständige Mann. Und so wird aus der Wolle keine Kleidung, aber eben Dünger.

Dazu wird die Schafwolle zu einer Firma gefahren. Dort pressen Maschinen die Haare zu kleinen Stücken zusammen. Zu den Stücken sagt man auch Pellets. Die kann man mit der Erde mischen und um die Blumen verteilen, sagte der Experte. Wenn sich die Schafwolle dann später zersetze, würden da bestimmte Stoffe herauskommen, die zum Beispiel für das Wachstum der Pflanzen gut seien.

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