Wie die Forscher Schwerelosigkeit hinkriegen

Hier wird die Fallkapsel im Turm für ein Experiment vorbereitet

Experimente wie im All - das können Forscher im Bremer Falltum machen. Aber wie geht das genau?

Die Experimente werden in einer langen Röhre im Inneren des Turms gemacht. In der Röhre gibt es noch eine Kapsel. Die wird von einer Winde nach oben gezogen. Dann wird die Kapsel ausgeklinkt - und sie stürzt nach unten. Während des Falls herrscht in der Kapsel für einige Sekunden lang Schwerelosigkeit. Sie befindet sich im sogenannten "Freien Fall". Das heißt: Der Anziehungskraft der Erde wird nichts entgegen gesetzt. Nichts stört den Fall.

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Wichtig ist, dass dafür vorher die Luft aus der Röhre gesaugt wurde. Das machen die Wissenschaftler rund zwei Stunden lang. Mit Luft würden die Experimente nämlich nicht so gut klappen. Sie würde die Versuchskapsel zu stark abbremsen. Erst wenn die Luft aus der Röhre raus ist, können die Versuche losgehen.

Mit fast 170 Stundenkilometern - viel schneller als Autos in der Stadt - landet die Kapsel dann unten in einem Stahlbehälter. Sie rast da zwar sehr schnell hin, trotzdem passiert der Kapsel nichts: Tausende Kugeln aus einer Art Schaumstoff bremsen ihren Fall ab.

Im Inneren der Kapsel befindet sich auch ein Gewirr aus bunten Kabeln, Batterien und ein Computer. Damit können die Forscher zum Beispiel Dinge messen, die sie beobachten wollen.

Was sich sonst noch in der Kapsel befindet, hängt von dem jeweiligen Experiment ab. Experte Christian Eigenbrod erforscht zum Beispiel speziellen Brennstoff. Eine Kamera und der Computer zeichnen daher auf, wie sich dieser in der Schwerelosigkeit verhält.

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