Forscher entdecken neue Menschenaffen-Art

Ein Nördlicher Gelbwangen-Schopfgibbons hängt mit seinen langen Armen in einem Baum.

Deutsche Forscher haben eine neue Affenart entdeckt, und zwar im Urwald in Südostasien. Die Nördlichen Gelbwangen-Schopfgibbons leben versteckt hoch oben in den Wipfeln von Bäumen, zum Beispiel in Vietnam.

Wohl deshalb konnten sie all die Jahre unentdeckt bleiben.

Gibbons haben lange Arme, mit denen sie sich wunderbar von Ast zu Ast hangeln können. Sie gehören zu den Menschenaffen, ebenso wie Schimpansen und Gorillas.

Die Gelbwangen-Schopfgibbons wären vielleicht noch lange unentdeckt geblieben, wenn ihr Gesang sie nicht verraten hätte. Ihre Rufe klingen nämlich nicht so wie die von anderen Gibbons. Das hatte Forscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen in Niedersachsen stutzig gemacht.

Die Experten sammelten dann den Kot der Tiere und untersuchten ihn. Und am Ende war klar: Es gibt eine neue Affenart! Doch wie lange noch? Alle Schopfgibbon-Arten seien vom Aussterben bedroht, schreiben die Forscher. Denn Menschen zerstören unter anderem ihren Lebensraum.

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