Flugzeuge mit Radar überwachen Afghanistan

Sieht einwenig komisch aus: Awacs-Flugzeuge tagen was auf dem Rücken.

Was hat das Flugzeug denn da auf dem Rücken? Eine riesige, dunkle Linse - so zumindest sieht die große Hülse aus. Drinnen steckt ein Radarsystem.

Mit zwei Metallstützen ist die Linse am hinteren Ende einiger besonderer Maschinen angebracht. Das sind sogenannte Awacs-Flugzeuge (gesprochen: Äwäcks).

Die werden vom Militär genutzt, um Gebiete aus der Luft zu überwachen. Awacs ist im Englischen eine Abkürzung für ein Warn- und Kontrollsystem, das aus der Luft gesteuert wird. Mit dem Radar können Objekte beobachtet werden, die sich bewegen. "Das können Schiffe, Flugzeuge, Raketen, aber auch Menschen sein", erklärt ein Experte.

Das Radar kann Dinge in bis zu 400 Kilometer Entfernung erfassen. Das ist fast so weit wie die Strecke von Hamburg nach Düsseldorf. Aber: "Je näher etwas am Flugzeug ist, umso genauer und besser sind die Angaben über die Objekte.", sagt ein Experte.

Diese Objekte erscheinen als grüne Punkte auf einem Bildschirm. Computer können unterscheiden, ob es sich etwa um ein schnelles Flugzeug oder einen langsameren Hubschrauber handelt. Sie erkennen das am Tempo. Das genaue Modell erkennen sie aber nicht, sagt der Experte.

Manche der erfassten Maschinen haben ein spezielles Gerät, das Informationen an das Awacs-Flugzeug schickt. Denn neben den Piloten sitzen im Inneren der Maschine Radarexperten. Die sind besonders ausgebildet, damit sie die Punkte richtig deuten können. Und mit den zusätzlichen Informationen wissen sie zum Beispiel sofort, ob es sich um ein Flugzeug der Bundeswehr handelt.

Die Radarexperten sammeln die Infos und schicken sie dann an Bodenstationen. Die Angaben werden meist in eine Art Geheimsprache verschlüsselt. So können Menschen, die die Infos nicht bekommen sollen, nichts damit anfangen.

Deutschland will wenige Hundert Soldaten zusätzlich nach Afghanistan schicken. Sie sollen dort bei den Einsätzen der Awacs-Flieger helfen. Das beschloss die Bundesregierung am Mittwoch. Diesem Einsatz müssen aber erst noch andere Politiker zustimmen.

In Afghanistan gibt es seit Jahren heftige Kämpfe. In dem Land in Asien sind viele Soldaten aus dem Ausland im Einsatz, auch aus Deutschland. Sie sollen unter anderem mehr Sicherheit schaffen. Mit den Awacs-Fliegern sollen unter anderem die Bodentruppen informiert und ein Überblick über die Lage am Himmel geschaffen werden.

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