Das Flugzeug - Wer hat's erfunden?

Der Flugpionier Wilbur Wright bei einem Übungsflug.

Kennt ihr die griechische Sage von Ikarus? Er wurde zusammen mit seinem Vater von einem König auf einer Insel gefangen gehalten.

Die beiden bastelten sich Flügel aus Federn und Wachs, um zu fliehen. Es funktionierte - aber Ikarus war so begeistert vom Fliegen, dass er zu nah an die Sonne segelte. Die Hitze ließ seine Flügel schmelzen und er stürzte ins Meer.

Die Geschichte ist schon mehr als 2000 Jahre alt. Das zeigt, wie lange die Menschen schon vom Fliegen träumen. Aber wir haben nun einmal keine Flügel - und viel schwerere Knochen als zum Beispiel Vögel. Deshalb können wir nur mit speziellen Geräten abheben.

Einer der ersten Menschen, der solche Fluggeräte mit Flügeln baute, war Otto Lilienthal in Berlin. Er baute vor rund 120 Jahren Gleitflieger, mit denen er von einem Hügel springen und ein paar Meter weit segeln konnte. Doch bei einem seiner Flüge konnte Lilienthal den Gleiter nicht richtig steuern. Er stürzte ab und starb.

Das erste flugtüchtige Flugzeug mit Motor bauten wahrscheinlich die amerikanischen Brüder Orville und Wilbur Wright. Das war ein paar Jahre später. Der Flieger war aus Holz, Draht und Stoff und sah sehr zerbrechlich aus. Der Pilot hing auf dem Bauch in einem Gestell. Als sie das Flugzeug an einem leeren Strand testeten, schaffte Wilbur Wright es, damit beinahe eine Minute lang in der Luft zu bleiben. Er flog nur wenige Meter über dem Boden, aber sein Flug war damals eine Sensation.

Danach ging alles sehr schnell: Wenige Jahre später konnten Flugzeuge schon übers Meer fliegen, zum Beispiel von Frankreich nach England. Heute fliegen Menschen um die ganze Welt - und manche sogar bis zum Mond.

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