Mit Flugfeld-Elefanten gegen Eis und Schnee

Ohne die Sprühfahrzeuge könnten Flugzeuge im Winter gar nicht starten.

Sie sind keine Tiere, sondern Fahrzeuge. Trotzdem werden sie Elefanten genannt, genauer gesagt: „Flugfeld- Elefanten".

So nennt man Sprühfahrzeuge, mit denen Flugzeuge vom Eis und Schnee befreit werden. Die Fahrzeuge sind im Winter auf Flughäfen sehr wichtig. Denn sie sorgen dafür, dass Schnee und Eis die Flugzeuge nicht am Abheben hindern.

Und warum nennt man die Fahrzeuge Elefanten? Sie haben einen großen Tank, den man als ihren Bauch ansehen könnte. Da passen Tausende Liter Flüssigkeit rein. Die wird für das Enteisen über einen langen Rüssel auf die Flugzeuge versprüht - etwa auf die Flügel. Das ist natürlich kein richtiger Rüssel wie bei den echten Dickhäutern, sondern ein langer Schwenkarm mit Schlauch und Spritzdüse.

Beim Starten ist auch das Gewicht wichtig: "Nasser Pappschnee auf den Tragflächen kann tonnenschwer sein, der Flieger würde gar nicht hochkommen", erklärt ein Fachmann vom Flughafen Stuttgart in Baden-Württemberg.

Es reicht nicht, die Flügel mit heißem Wasser abzuspritzen. Denn auf den Flügeln können sehr tiefe Minustemperaturen herrschen. Heißes Wasser könnte rasch abkühlen und eine neue Eisschicht bilden. Besseren Schutz bietet ein Gemisch aus Wasser und Enteisungsmittel.

Das Gemisch wird erhitzt und auf die Flugzeuge gesprüht. Auf den Tragflächen entsteht dann ein zähflüssiges Mittel. Das zögert es hinaus, dass das Flugzeug wieder vereist. Durch den starken Luftstrom beim Start fließt das Mittel von der Tragfläche ab, so dass diese wieder sauber ist.

Kommentare