Film über stotternden König gewinnt einen Oscar

Er spielt einen stotternden König und war bei der Preisverleihung ganz aufgeregt: der Schauspieler Colin Firth.

Ein König muss gut sprechen können. Denn er hält oft wichtige Reden. Doch was ist, wenn man Probleme damit hat, weil man stottert? So ging es dem englischen König George VI. (gesprochen: der Sechste) vor etwa 70 Jahren.

Er stotterte seit seiner Kindheit. Das war schlimm für den König, denn er musste immer wieder vor vielen Menschen sprechen, auch im Radio. Er schämte sich für sein Stottern. Doch der König bekam Hilfe von einem Lehrer, der ihm beibrachte, besser zu sprechen.

Die Geschichte ist verfilmt worden - und zwar so gut, dass der Film als bester Kinofilm des vergangenen Jahres ausgezeichnet wurde. In der Nacht zum Montag bekam er dafür einen Oscar. So heißen sehr wichtige und begehrte Filmpreise.

Der Film über den stotternden König heißt "The King's Speech" - auf Deutsch übersetzt: "Die Rede des Königs". Auch der Schauspieler, der den König spielt, bekam einen Oscar: als bester Hauptdarsteller. Er heißt Colin Firth, ist 50 Jahre alt und kommt aus Großbritannien. Im Film versucht er krampfhaft, einzelne Wörter herauszupressen. Sie bleiben ihm im Hals stecken, er bekommt sie nur gurgelnd heraus.

Im normalen Leben stottert Colin Firth eigentlich nicht. Aber Reden vor vielen Menschen mag er trotzdem nicht, verriet er vor kurzem. Bei der Oscar-Verleihung in Hollywood in den USA war er dann aber so gerührt, dass er tatsächlich anfing zu stammeln.

Auch ein Kinderfilm gewann einen Oscar: "Toy Story 3" wurde als bester Animationsfilm ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Komponist des Lieds "We Belong Together" aus dem Film den Oscar für den besten Filmsong.

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