Fiese Namen für fiese Pilze

Bloß nicht reinbeißen: Mit dem Satansröhrling ist nicht zu spaßen - er ist giftig!

Gemeiner Kartoffelbovist, Satansröhrling, Grüner Knollenblätterpilz und Spitzgebuckelter Rauhkopf: Irgendwie klingen schon die Namen dieser Pilze nicht besonders freundlich. Kein Wunder, sie gehören zu den Giftpilzen.

Mit ihnen ist nicht zu spaßen.

Zusammen mit Speisepilzen schießen sie in unseren Wäldern, Gärten und Parks aus dem Boden. Wer jetzt im Herbst mit einem Korb loszieht, um Pilze fürs Essen zu sammeln, muss deshalb gut aufpassen.

Giftpilze sehen oft harmlos aus wie ihre Geschwister, etwa die Champignons oder Pfifferlinge. Das sind beliebte Speisepilze, die kann man prima essen. Giftpilze dagegen können ziemlich fies sein. Wer sie futtert, kann etwa schlimmen Durchfall oder Kopfweh bekommen. Manche müssen spucken oder ihnen wird schwindelig - je nach Pilz. Und es kann noch schlimmer kommen. "Das Gift des Spitzgebuckelten Rauhkopfes und des Knollenblätterpilzes kann sogar tödlich sein, wenn man auch nur einen davon isst", sagt eine Expertin. Dann sollte man fix ins Krankenhaus.

Aber so weit muss es nicht kommen, wenn man sich an eine einfache Regel hält: Niemals einfach Pilze in den Mund stecken! Erst klären, ob sie giftig sind. "Man sollte sich extrem sicher sein, was man da im Korb hat, bevor man einen Pilz isst", warnt die Expertin. Fachleute wie sie gibt es in vielen Orten in Deutschland, die kann man um Rat fragen. Oder lieber zu Hause bleiben und vorsichtshalber keine Pilze suchen? "Nein. Da gibt es einfach viele Wunder zu bestaunen", findet die Fachfrau.

Sie geht häufig mit Kindern im Wald Pilze suchen. "Den giftigen Kartoffelbovist nennen viele Kinder Puff-Pilz. Wenn man auf ihn drauf tritt, gibt es eine kleine Staubwolke. Toll sind auch die Hexenröhrlinge. Schneidet man die durch, wechselt ihre Farbe innen von gelblich auf blau", erzählt die Pilz-Expertin. Der Netzstielige Hexenröhrling ist nicht ohne, sagt sie. Wenn man ihn roh isst, kann es etwa Magenprobleme geben. Aber sein Bruder, der Flockenstielige, gilt als köstlicher Speisepilz. Wie behält man da den Überblick?

Auch die Experten lernen immer weiter und tauschen Berichte über Vergiftungen durch Pilze aus. Manchmal ändert sich dann das Wissen darüber, was auf den Teller darf und was nicht. Und warum sind einige Pilze überhaupt giftig? "Man vermutet, dass sie mit ihrem Gift Feinde abschrecken wollen, die gerne Pilze essen", sagt die Expertin. Aber ganz sicher sind sich die Experten nicht. Der Grüne Knollenblätterpilz zum Beispiel ist für Menschen hochgefährlich. Aber Schnecken und einigen Insekten macht es nichts aus, ihn anzuknabbern.

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