Feinde versöhnen sich - nicht alle zufrieden

Hände schütteln! Die beiden gehören zu den Gruppen, die ein Abkommen über eine Versöhnung unterzeichnet haben.

Feinde gehen aufeinander zu und wollen sich versöhnen. Dann ist doch alles gut, könnte man sagen. Aber so einfach ist es eben nicht, wenn es dabei um die Palästinenser-Gruppen Hamas und Fatah (gesprochen: Fatach) geht.

Die Palästinenser leben in Gebieten im Nahen Osten. Die Gebiete sind auch vom Staat Israel umgeben. Das muss man wissen, denn seit vielen Jahrzehnten gibt es große Streitigkeiten zwischen Palästinensern und Israelis. Immer wieder kommt es zu Gewalt und Toten. Dabei geht es vor allem um Land.

Vor über 60 Jahren sollte Palästina geteilt werden, in einen palästinensischen und in einen israelischen Teil. Palästina ist ein Gebiet östlich des Mittelmeeres. Die Palästinenser lehnten die Teilung ab. Nach einem Krieg gründeten die Israelis den Staat Israel.

Die Palästinenser leben heute in keinem eigenen Staat, sondern vor allem in zwei Gebieten: dem Gazastreifen und dem Westjordanland. Und in diesen Gebieten haben besonders die Gruppen Hamas und Fatah das Sagen. Weil sie aber unterschiedliche Ansichten vertreten, gab es oft blutigen Streit zwischen den Palästinenser-Organisationen.

Nun unterzeichneten die beiden Gruppen ein Abkommen über eine Versöhnung. Politik-Fachleute sagen: Diese Versöhnung ist ein erster Schritt dahin, dass es einen Staat für die Palästinenser geben könnte. Denn beide Gruppen einigten sich wohl darauf, dass es Wahlen geben soll und dass man zusammen regieren will.

Politiker der Regierung Israels sehen die Versöhnung allerdings kritisch. Israel will nicht mit der Hamas zusammenarbeiten, weil die Organisation den israelischen Staat bekämpft.

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