Experte: Nehmt warmes Wasser für den Wasserkocher

Dominik Giel ist Physiker und weiß eine Menge über Strom.

Um Wasser zu erwärmen, braucht man Energie - egal ob auf dem Herd oder im Wasserkocher. Wie man möglichst viel Energie dabei spart, weiß Experte Dominik Giel.

Er arbeitet in einem Institut in Freiburg in Baden-Württemberg. Und er verrät, ob man lieber heißes oder kaltes Wasser zum Kochen bringen soll.

Wieso wird Wasser im Wasserkocher viel schneller heiß als auf dem Herd?

Dominik Giel: „Eigentlich hat der Herd mehr Leistung. Aber er ist auch größer und schwerer, deswegen kann mehr Wärme entweichen. Außerdem kühlt die äußere Luft und beim Herd kommt mehr davon an den Topf. Der Wasserkocher ist dagegen klein, verliert wenig Wärme und ist von weniger kühlender Luft umgeben. Vor allem, wenn das Wassergefäß aus Plastik ist. Eine Metalloberfläche wird nämlich auch warm und nimmt sich dadurch sozusagen einen Teil der Wärme. Das ist auch beim Metalltopf auf dem Herd so.“

Ist es egal, ob man kaltes oder warmes Wasser aus dem Hahn in den Kocher einfüllt?

Dominik Giel: „Warmes Wasser ist besser, denn es spart eine Menge Strom. Wenn das Wasser schon warm aus dem Hahn kommt, braucht das Gerät wesentlich weniger Energie, um es zum Kochen zu bringen.“

Gibt es andere Geräte, die ähnlich arbeiten wie ein Wasserkocher?

Dominik Giel: „Ja, einige. In der Küche sind sich zum Beispiel Fritteuse und Wasserkocher sehr ähnlich und auch in der Kaffeemaschine steckt ein Thermostat. Zum Heizen kann man einen Ölradiator verwenden, der ebenfalls mit Strom funktioniert. In dem steckt aber Öl statt Wasser und das Öl wird auch nicht so stark erhitzt, dass es siedet. Deswegen geht es in dem Gerät nicht verloren, sondern kann immer wieder erwärmt werden.“

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