Etwas Angst vorm neuen Schuljahr ist normal

Anette Müller-Bungert ist eine Fachfrau in Schulfragen.

Das war herrlich! Wochenlang Ferien, ausschlafen, faulenzen und viel freie Zeit. Klar, dass bei einigen Schülern der Magen grummelt, wenn sie an den ersten Schultag denken. Aber kein Grund zur Sorge! Schulexpertin Anette Müller-Bungert erzählt, wie man gut in die Schulzeit startet.

Was kann man tun, wenn man nach den langen Ferien Angst vor dem ersten Schultag hat?

Anette Müller-Bungert: "Ein bisschen Angst nach einer so langen Zeit ist ganz normal. Aber man kann sich darauf vorbereiten. Alles, was mir Vertrauen gibt, ist gut. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass ich eine neue Schule besuchen werde, ist es sinnvoll, die Schule vorher zu besichtigen."

Und was kann man da genau machen?

Anette Müller-Bungert: "Man kann zum Beispiel an einem Schnuppertag teilnehmen oder sich in den Ferien wenigstens das Gebäude angucken. Damit man keine Angst hat, dass man die Schule nicht findet, sollte man den Schulweg auch mit jemandem, der einem vertraut ist, zusammen abgehen. Dann hat man nicht so viele neue Situationen auf einmal. Man kann in der letzten Ferienwoche auch ruhig mal in die neuen Bücher gucken. Dann sieht man, was auf einen zukommt. Man braucht nicht richtig zu lernen, aber einfach schon einmal hineinschauen."

Wie schafft man es am besten, sich von der Ferienzeit auf den Schulalltag umzustellen?

Anette Müller-Bungert: "In den Ferien hat man manchmal einen ganz anderen Tagesrhythmus - vielleicht ist man bis spät abends wach und verschläft dafür den ganzen Vormittag. Aber nach den Ferien muss man wieder um sechs Uhr oder um halb sieben aufstehen. Das sollte man in der letzten Ferienwoche trainieren. Am Abend vor dem ersten Schultag sollte man den Ranzen packen und sich vielleicht mit einem Klassenkameraden für den nächsten Tag verabreden. Dann kann man absprechen, dass man gemeinsam zur Schule geht und den Tag gemeinsam durchsteht."

Was hilft dabei, den ersten Schultag gut hinter sich zu bringen?

Anette Müller-Bungert: "Man kann sich vorher überlegen: Womit belohne ich mich, wenn ich den ersten Tag oder die erste Woche gut überstanden habe? Das kann zum Beispiel ein besonders spannendes Buch sein. Außerdem kann man versuchen, bestimmte Sachen aus den Ferien in den Alltag rüberzuretten. Wenn man zum Beispiel oft schwimmen war, kann man gucken, wo das in den Schulalltag reinpasst. Oder man holt die Urlaubsfotos noch mal raus. Dadurch kommt die Ferienstimmung zurück. Entspannung ist wichtig, denn Schule ist ja auch anstrengend."

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