Wie erkennt man eine echte Perle?

Na, ob diese Perlen auch echt sind?

Perlen um den Hals, Perlen an den Ohrläppchen, Perlen als Brosche... Die schimmernden Kügelchen sind als Schmuck sehr beliebt. Und manche Leute bezahlen viel Geld dafür.

Doch sind die Perlen auch echt? Zwei Forscherinnen von der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz in Rheinland-Pfalz gehen dieser Frage nach.

Zuerst einmal vorweg erklärt: Perlen teilt man in zwei Gruppen ein. Es gibt Naturperlen, die ganz natürlich entstanden sind. Zum Beispiel ein Sandkorn dringt in eine Muschel oder eine Schnecke ein. Und das Tier umhüllt den Fremdkörper dann mit Schichten aus Perlmutt. Man kann dabei auch nachhelfen: Menschen setzen oft einen kleinen Kern in eine Muschel ein, damit daraus eine sogenannte Zuchtperle entsteht. Das ist dann die zweite Gruppe. Als "echte" Perlen gelten aber nur Naturperlen.

Die Forscherinnen aus Mainz haben eine komplizierte Methode, um herauszufinden, wie eine Perle entstanden ist. Durch ein Mikroskop schießen sie einen Laserstrahl auf die Perle. So wird ein winziges Stückchen aus der Perle herausgelöst. Mit bloßem Auge ist das Loch nicht zu erkennen.

Das Perlenteil wird dann in einem Messgerät genau untersucht. Welche chemischen Elemente befinden sich darin und wie viel davon? Wenn die Perle zum Beispiel viel Mangan enthält, ist es in der Regel eine Süßwasserperle. Auf diesem Weg können die Forscherinnen sogar sagen, aus welchem See etwa in Japan die Perle stammt. Oder ob es sich vielleicht doch um eine preiswertere Perle aus China handelt.

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