Erfinder von Bernd das Brot schreibt Romane

Tommy Krappweis steht auf spannende Geschichten und hat selbst ein paar geschrieben.

Bernd das Brot ist eher ein dröger Typ. Sein Erfinder Tommy Krappweis liebt dagegen spannende Geschichten. Und so hat er sich die 14-jährige Mara ausgedacht.

In den Büchern „Mara und der Feuerbringer“ und „Das Todesmal“ erlebt sie ein Abenteuer nach dem anderen. Tommy erzählt, wie er selbst als Kind so war.

Mara begegnet germanischen Göttern, zum Beispiel dem starken Thor oder dem Göttervater Odin. Was hat Ihnen an diesen Geschichten so gut gefallen?

Tommy Krappweis: „Ich finde es spannend, dass die Menschen früher an Magie geglaubt haben, so wie wir heute an Wissenschaft glauben. Sie wollten sich erklären, wie alles passiert. Deutschland ist voll mit Hinweisen, dass hier Leute gelebt haben, die an eine magische Welt geglaubt haben.“

Welche Dinge erinnern denn heute noch an die germanischen Götter?

Tommy Krappweis: „Wochentage sind zum Beispiel nach den Göttern benannt. Donnerstag nach Thor, den man hier auch Donar nennt, Dienstag nach dem uralten Kampfgott Tyr oder Freitag wohl nach der Göttin Frigg, der Ehefrau von Odin.“

Woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Geschichten?

Tommy Krappweis: „Mara, die Hauptfigur, spricht mittlerweile so in meinem Kopf, dass ich einfach nur mitschreiben muss. Ich muss nur zuhören. Das ist auch so, wenn wir ein Drehbuch für Bernd das Brot schreiben. Du schlägst ein Thema vor und musst dann nur schauen, dass du so schnell wie möglich mitschreibst, weil im Kopf das Figurentheater losgeht.“

Mara ist eigentlich sehr verträumt. Waren Sie als Kind auch so?

Tommy Krappweis: „Mindestens bis ich zehn Jahre alt war, war ich total still. Ich habe wenig geredet. Ich wollte lieber zu Hause kleine Filmchen mit Legosteinen drehen und Theaterstücke schreiben. Ich habe sehr viel rumgeträumt und habe vor allem in Mathe immer gezeichnet. Auf der einen Seite war ich total zurückgezogen und habe die Einsamkeit gesucht. Auf der anderen Seite war da schon immer dieses Ding in mir, das sagt: raus, reden, Musik machen, auffallen! Und diese laute Seite wurde dann mein Beruf.“

Romanheldin Mara reist in die Welt der Götter

Bernd das Brot nörgelt gern rum und Aufregung mag er gar nicht. Jetzt hat sich der Erfinder von Bernd, Tommy Krappweis, eine neue Figur ausgedacht - und die ist das komplette Gegenteil. Mara ist 14 Jahre alt, verträumt und sehr mutig.

Und sie hat eine besondere Gabe: Sie kann in die Welt der Germanen und ihrer Götter gelangen.

Die Germanen waren verschiedene Volksstämme und Gruppen, die vor langer Zeit bei uns lebten.

Doch Mara ist dort nicht zum Vergnügen. Die Schülerin hat einen wichtigen Auftrag: Sie muss den Halbgott Loki besiegen und so die Welt vor dem Untergang retten. Die spannenden Abenteuer sind in den Büchern „Mara und der Feuerbringer“ und „Das Todesmal“ nachzulesen. Geeignet sind die Bücher für Kinder ab etwa zehn Jahren.

Im ersten Band erfährt Mara, dass sie eine Seherin ist - sie kann in die Zukunft schauen und in die Welt der Götter eintauchen. Dort besiegt sie Loki erst mal. Im zweiten Band geht der Kampf aber weiter. Nun wird Mara von der Todesgöttin Hel gefangen genommen! Doch sie ist nicht allein: Professor Reinhold Weissinger weiß fast alles über germanische Götter und kann ihr wertvolle Tipps geben.

Wer die Geschichten liest, erfährt jede Menge über die Germanen. Am Schluss der Bücher werden schwierige Begriffe auch noch mal extra erklärt. Ob Mara die Welt retten kann, weiß man danach aber noch nicht. Das will Tommy Krappweis erst im dritten Band verraten!

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