Enorm viel giftiger Schlamm ausgelaufen

Feuerwehrmänner waten durch den Klärschlamm. Der ist nicht nur eklig, sondern auch giftig.

Alles ist rot: Häuser, Autos und Gärten... vor nichts hat der rote Schlamm haltgemacht. Was ist da passiert? In Ungarn ist in einer Fabrik ein riesiges Becken kaputtgegangen - und daraus floss dann unglaublich viel giftiger Schlamm.

Er lief durch einige Ortschaften. Mehrere Menschen starben und viele wurden verletzt. Der sogenannte Rotschlamm entsteht, wenn man Aluminium herstellt. Das ist ein Metall.

Experten sagen, dass der Schlamm ätzend und deshalb gefährlich sei. Wenn man ihn zum Beispiel in die Augen bekommt, kann er sie angreifen. Auch für die Haut ist der Schlamm nicht gut.

Umweltschützer befürchten, dass Regen die giftige Brühe in Flüsse spült - und das Zeug sich so noch viel weiter ausbreiten könnte. Auch der Wind kann den getrockneten Schlamm einige Kilometer weit tragen. Und das wäre richtig schlecht für die Umwelt.

Wie es zu dem Unfall in der Fabrik kam, weiß man bisher noch nicht genau. Ungarn liegt südöstlich von Deutschland.

Hintergrund: So kriegt man den Giftschlamm weg

Eine Vorstellung wie in einem Horror-Film: In einer Fabrik ist gefährlicher Schlamm ausgelaufen. Das ist in echt gerade in Ungarn südöstlich von uns passiert. Menschen mussten dort in Sicherheit gebracht werden.

Und wie kriegt man die eklige Brühe nun wieder weg? Eins scheint klar: das Aufräumen kann ganz schön lange dauern, meint auch die Regierung in Ungarn. Sie rechnet mit mehreren Monaten oder sogar einem Jahr Arbeit.

Und wie wird aufgeräumt? Katastrophenschutz und Feuerwehr sind momentan damit beschäftigt, das Zeug aus den Kellern zu pumpen. Auch die Straßen müssen gereinigt werden. Das kann zum Beispiel so gehen: "Die Flächen werden feuchtgehalten und dann wird alles zusammengefegt", sagt ein Experte. Dabei tragen die Helfer Schutzanzüge, weil die Brühe ätzend sein soll. Außerdem muss der Schlamm als Sondermüll etwa in speziellen Anlagen verbrannt werden.

Doch längst nicht überall kann man den Schlamm aufkehren. Einen Acker zum Beispiel kann man eigentlich nur so reinigen: Indem man die verschmutzte Erde zusammenschaufelt und wegbringt, meint der Fachmann.

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