Mit dem Eispickel auf einen Kletterturm

Uwe Rieger klettert am vereisten Rundfunktum hoch.

Seine Steigeisen bohren sich in den dicken Eispanzer des Kletterturms. Ein Kletterer stemmt sich über einen Vorsprung aus Eis. Uff! Man sieht ihm an, wie anstrengend das ist.

Der Turm steht in Essingen in Baden-Württemberg. An ihm übt die Bergwacht extremes Klettern. Schließlich müssen die Retter lernen, wie man notfalls auch einen Gletscher hinaufkommt. Es ist besonders kniffelig, den Eispickel nicht zu tief und nicht zu flach ins Eis zu schlagen. Entweder bekommt man ihn dann nicht mehr heraus oder er hält nicht.

Der Kletterturm war früher ein Rundfunkturm. Er sollte eigentlich verschrottet werden. Eine Schrottfirma hatte ihn schon gekauft und dann kostenlos der Aalener Bergwacht überlassen. Die transportierte ihn per Hubschrauber und Tieflader nach Essingen. Aus einem Turmstück wurde der 18 Meter hohe Sommerturm. Das zweite Stück ist jetzt der Eisturm. Er hat eine Kletterhöhe von zwölf Metern.

Das Stahlgerüst ist mit Maschendraht verkleidet. 15 000 bis 20 000 Liter Wasser pumpt die Bergwacht dort hinauf. Auf dem Draht bildet sich dann ein dicker Eispanzer. Daran üben Mitglieder der Bergwacht das Klettern unter extremen Bedingungen. "Für einen Anfänger ist das natürlich völlig ungeeignet", erklärt Manfred Kluge von der Aalener Bergwacht. Man muss geschickt sein und Erfahrung haben - und enorm viel Kraft.acht, bevor man dort klettern darf, erläutert Manfred Kluge. Für Kinder unter zehn ist das Klettern dort verboten.

Kommentare