Einmal um die Welt: Junge Seglerin kehrt zurück

Sie schlief erstmal aus. So hat Jessica Watson den ersten Tag nach ihrer Weltreise und nach all dem Trubel bei ihrer Rückkehr begonnen. Die 16-Jährige ist ganz alleine einmal um die Welt gesegelt.

Am 14. Mai kam sie im Hafen von Sydney in Australien an. Von dort war sie losgefahren - vor etwa sieben Monaten.

Jessica strahlte, als sie ihre rosafarbene Jacht "Ella's Pink Lady" über die Ziellinie steuerte. Im Hafen hatten Hunderte Boote sie auf den letzten Metern begleitet. Und an den Ufern standen Tausende Fans, die sie jubelnd empfingen.

Die junge Abenteurerin stieg auf wackligen Beinen an Land. Dort war ein langer rosafarbener Teppich ausgerollt. Über den schritt sie zusammen mit ihren Eltern. "So viele Gesichter, so viele Farben, so viel Lärm - das war alles überwältigend", meinte die Jugendliche.

Jessica Watson hat in den vergangenen Monaten etwa 23 000 Seemeilen hinter sich gebracht. Sie segelte an Neuseeland und am Kap Hoorn in Südamerika vorbei, am Kap der Guten Hoffnung in Südafrika und schließlich entlang der Südküste Australiens.

Sie erlebte Stürme und Gewitter. Ihr riss das Segel und sie hatte auch mal Heimweh. "Eine unglaubliche Erfahrung", nannte Jessica ihre Reise. "Ich bin erwachsener geworden." Am 18. Mai wird die junge Seglerin 17 Jahre alt.

Und was hat sie jetzt vor? "Mir reicht es, jetzt erstmal etwas ganz Normales zu tun", meinte sie. "Die Schule fertig machen und so." Doch richtig ruhig wird es wohl nicht so schnell. Jessica soll in den nächsten Wochen durchs ganze Land touren, um von ihrer Reise zu erzählen. Und sie will ein Buch schreiben.

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