Mats will's wissen: Mit Inlinern einmal um die Welt

Mats Frankl war auch schon in London - im Mai.

Einmal um die ganze Welt reisen - das ist für viele Menschen ein Traum. Aber wer ist verrückt genug, um das auf Inlineskates zu machen statt mit dem Auto oder Flugzeug?

Mats Frankl. Der 44 Jahre alte Mann aus Schweden will auf seinen Inlinern einmal um den Globus rollen. "Das hat noch niemand gemacht, und so wäre es was Neues, wenn ich das schaffen kann", sagt er in der Stadt Brüssel in Belgien. Da hat er gerade einen Zwischenstopp eingelegt.

Ende April ist der Inline-Fan in Schweden gestartet. Seitdem hat er schon einige Abenteuer erlebt. Zum Beispiel im Norden Englands: "Ich musste bei Gegenwind über einige wirklich hohe Berge. Als ich oben war, ging es auf der anderen Seite so steil hinunter, dass es zu gefährlich war, hinunterzurollen und ich zu Fuß gehen musste", erzählt er.

Die Idee zu der Roll-Reise kam Frankl, weil er eine Weile in Australien gelebt hat. Dort nutzte er vor allem seine Inliner, wenn er irgendwohin wollte. "So dachte ich eines Tages: Warum nicht um die Welt rollen?", erzählt er. Die Aktion ist für ihn nicht nur ein Spaß. Der Schwede will damit auch etwas Gutes tun: Leute dazu bewegen, Geld zu spenden. Und zwar für Menschen, die bei einem Krieg verletzt wurden oder gelitten haben. Frankl nennt seine Aktion deshalb "Rollerpeace", auf Deutsch: Rollerfrieden.

Der Schwede ist nicht allein unterwegs. Seine Frau und seine beiden kleinen Kinder Jakob und Noa reisen mit - allerdings nicht auf Inlinern. Sie fahren die Strecke mit dem Auto. Abends trifft sich die Familie dann meist auf einem Campingplatz wieder. Insgesamt will Frankl durch fünf Kontinente reisen, also rund 30 000 Kilometer auf Inlinern fahren. In etwa einem Jahr könnte er das schaffen, meint er. Dann wäre er im Juni 2011 wieder zu Hause.

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