Einmal um Deutschland rum - zu Fuß und mit Hund

Acht Monate lang ist Günter Schmitt mit seiner Beagle-Hündin Emma rund um Deutschland gewandert - immer an der Grenze entlang.

Da qualmen Füße und Pfoten: Günter Schmitt und seine Hündin Emma sind einmal um Deutschland herumgewandert, immer an der Grenze entlang. Monatelang waren sie unterwegs und haben jede Menge erlebt.

Wo ist Deutschland zu Ende? Wo stößt es an seine Grenzen? Das kann man sich zwar auf einer Landkarte angucken. Aber Günter Schmitt wollte es genauer wissen - wie es an den Grenzen aussieht und wie die Leute da leben. „Ich wollte herausfinden, wie die Menschen an der Grenze ticken“, erzählt der Wanderprofi. Er ist Journalist und hat einige Bücher übers Wandern geschrieben. Und so startete er Ende März zu Fuß eine lange Reise.

In Völklingen im Saarland stiefelte Schmitt los, um die ganze deutsche Grenze abzuwandern. Seine Hündin Emma nahm er mit. Rund 25 Kilometer legten die beiden fast jeden Tag zurück. Das bedeutete: laufen, laufen, laufen, stundenlang. Denn das sind mehr als 60 Runden in einem Stadion. Für Emma kein Problem, sie tobte begeistert neben ihrem Herrchen her. Der musste aber noch einen Rucksack schleppen. Der wog rund 16 Kilogramm, etwa so viel wie 16 Pakete Mehl.

Jetzt geht die Reise langsam zu Ende. Und Schmitt findet: Sie hat sich gelohnt. „Ich habe ein fantastisches Jahr erlebt“, meint er. Mehr als 5200 Kilometer wanderten der Mann und sein Hund. Zum Vergleich: Das ist ungefähr so weit wie von Deutschland über den Atlantischen Ozean bis nach New York in den USA.

Unterwegs haben die zwei jede Menge erlebt und viele Leute kennengelernt, zum Beispiel einen Tschechen. „Wir konnten zwar die Sprache des anderen nicht. Aber ich verstand, dass er Miroslav hieß. Da sagte ich "wie Klose" und wir haben beide gelacht“, erinnert sich Schmitt. Sie dachten also gleich an den Fußballer.

Meist sei die Grenze kaum zu erkennen, erzählt der Wanderprofi. Außer an Ortsschildern und Autokennzeichen. „Und natürlich an den Grenzsteinen - die sieht man überall.“ Fast jeden Abend holte Schmitt seinen Laptop heraus und schrieb in einer Art Tagebuch auf, was er erlebt hat. Die Texte veröffentlichte er im Internet. So konnten schon viele Leute lesen, was ihm alles bei seiner Grenzreise passiert ist. Jetzt will der Journalist noch ein richtiges Buch daraus machen. Und Emma kann neben seinem Schreibtisch ein Nickerchen machen.

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