Kann man Nebel melken?

Mit einem Nebelkollektor kann man Wasser aus Nebel eingefangen.

Wusstest du, dass man Nebel melken kann? So nennen Forscher das, wenn sie aus Nebel Trinkwasser gewinnen. Dafür braucht man allerdings keine Melkmaschine, sondern riesige Netze. Die werden so aufgespannt, dass der Wind den Nebel direkt in sie hineindrückt.

Diese Netze haben sehr enge Maschen. Darin bleiben die winzigen Tautröpfchen hängen - immer mehr und mehr. Wenn die Tropfen zu schwer werden, fallen sie nach unten. Dort werden sie in Rinnen aufgefangen.

So können Menschen auch in Gegenden an Trinkwasser kommen, wo es sehr selten regnet. Das ist zum Beispiel in der Stadt Iquique in Chile in Südamerika der Fall. Sie liegt am Rand der Wüste Atacama. Dort und in anderen Gegenden stehen hohe Berge sehr nah am Meer. Über dem Meer bilden sich Wolken. Sie ziehen an Land - und stauen sich an den Berghängen. So kommt es, dass man dort prima Nebel melken kann.

"In der Nebelsaison kann man mit einem Netz täglich bis zu 170 Liter Wasser in bester Qualität melken. Das reicht für eine richtig große Familie", sagt ein Experte.

Um über dieses und andere Themen zu sprechen treffen sich viele Fachleute, und zwar in Münster in Nordrhein-Westfalen. Dort findet die 5. Internationale Nebel- und Taukonferenz statt. Rund 140 Nebelexperten aus mehr als 30 Ländern wollen kommen.

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