Was ist eigentlich ein Joker?

Oliver Neuville jubelt über sein Tor zum 1:0 gegen Polen bei der Fußball-WM 2006.

Es läuft ein wichtiges Fußballspiel. Noch steht es 0:0 und die Partie geht nur noch wenige Minuten. Da entschließt sich der Trainer, sein letztes Mittel einzusetzen: Er zieht den Joker.

Oder besser: Er bringt den Joker. Er wechselt nämlich einen Spieler ein, der das entscheidende Tor schießen soll.

Trifft der Spieler dann tatsächlich, wird er für sein Jokertor gefeiert. Auch der Trainer bekommt meist viel Lob dafür, dass er den richtigen Spieler eingewechselt hat.

Ein Beispiel gefällig? Bei der Weltmeisterschaft 2006 entschied ein Joker das Spiel gegen Polen für Deutschland. Der deutsche Trainer Jürgen Klinsmann wechselte etwa 20 Minuten vor dem Ende Stürmer Oliver Neuville ein. Der traf in der Nachspielzeit zum entscheidenden 1:0 für Deutschland.

Es gibt Spieler, die öfter treffen, nachdem sie eingewechselt worden sind, als wenn sie von Anfang an mitspielen. Dann sagen Reporter manchmal: „Der fühlt sich wohl in seiner Jokerrolle.“ Und damit ist dann nicht die Rolle des Jokers in einem Batman-Film gemeint.

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