Echte Einzelstücke: So wirst du ein Näh-Profi

Selbst genähte Taschen oder Beutel sind echte Einzelstücke.

Von wegen nur Hosen oder Socken flicken - Nähen ist viel mehr! Und kann auch richtig Spaß machen. Vor allem wenn man echte Einzelstücke designen kann.

So was hat nicht jeder! Selbst genähte Taschen oder Tischsets sind echte Einzelstücke. Als Anfänger brauchst du nur ein bisschen Geduld - und schon kannst du tolle Sachen nähen. Zum Beispiel Anhänger in Herzform. Die gehen ratzfatz und sehen super aus. Man kann sie als Deko an Schranktüren hängen oder an den Schlüsselbund.

Eines ist wichtig: "Am Anfang nimmt man sich am besten kleine Sachen vor, sonst hält man nicht durch - und steigern kann man sich ja immer", sagt Petra Meyer. Die 57-Jährige ist Grundschullehrerin in Nordrhein-Westfalen. Sie kennt sich super mit Handarbeiten aus.

Bevor es losgeht, besorgst du dir am besten ein paar schöne Stoffe. Vielleicht hat deine Mutter ja sogar noch Reste, mit denen du üben kannst. Und dann stellst du dir am besten einen kleinen Nähkorb zusammen. Denn egal, ob du nähen oder sticken willst - ein paar Sachen braucht man dafür immer: Näh- und Sticknadeln, Garn, ein Geodreieck, ein Maßband, Schneiderkreide, Sicherheitsnadeln und eine gute Schere. "Mit Kinderscheren kann man nämlich keinen Stoff zerschneiden", sagt die Fachfrau. Mit der scharfen Schere musst du natürlich etwas vorsichtig sein.

Wenn du zum ersten Mal nähst, solltest du den wichtigsten Grundstich am besten vorher üben: den Stepptisch. Dieser Stich sieht so aus, als wäre er mit der Nähmaschine genäht. "Man sticht zwei Stichlängen nach vorne und eine Stichlänge zurück - dadurch entsteht eine geschlossene Naht", erklärt Petra Meyer. Mit diesem Stich kannst du zwei Stoffe zusammennähen. Wichtig ist: Mach einen Knoten in den Faden, bevor du anfängst zu nähen. Sonst flutscht dir der Faden durch die Löcher.

Man kann viele Sachen mit der Hand nähen - zum Beispiel Herz-Anhänger oder auch kleine Beutel. Wenn du allerdings ein großes Schmusekissen, einen Turnbeutel oder ein Tischset nähen willst, dauert das von Hand ziemlich lang. Vielleicht hat deine Mutter ja eine Nähmaschine und erklärt dir, wie sie funktioniert. So ab zehn Jahren klappt das sicherlich gut - und deine Mutter könnte dir etwas über die Schultern schauen.

"Es werden auch an vielen Stellen Kurse für Kinder angeboten", sagt die Expertin. Erkundige dich doch einfach mal an einer sogenannten Volkshochschule, in einem Bastel- oder Nähgeschäft oder bei deiner Schule. Bei diesen Kursen muss man manchmal sogar nicht mal eine eigene Nähmaschine haben.

So peppst du deine Klamotten auf

Du findest dein T-Shirt gähnend langweilig? Dann pepp es doch einfach auf. Du kannst zum Beispiel ein Bömmelchenband in knalligen Farben an den Ausschnitt oder die Ärmel nähen.

Taschen kann man mit gehäkelten Spitzenbändern oder der sogenannten Zackenlitze verzieren. Das ist ein wellenförmiges Band, das es in vielen Farben gibt.

Toll sehen auch Webbänder und Webetiketten mit Motiven oder Mustern aus, die du mit ein paar Stichen aufnähen kannst. Richtig witzig wirken auch bunte Knöpfe - vielleicht findest du welche im Nähkorb zu Hause. Ansonsten bekommst du die Sachen in Geschäften, die auch Stoffe verkaufen.

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