Vor 115 Jahren machte ein deutscher Physiker eine wichtige Entdeckung

Durchleuchtet: Von der Erfindung der Röntgenstrahlen

Stell dir mal vor, du bist Wissenschaftler und arbeitest an einem Experiment, das einfach nicht richtig funktionieren will. Was für eine Enttäuschung! Doch plötzlich passiert es: Du machst eine tolle Entdeckung, eine, die vor dir noch niemand gemacht hat.

So ging es Wilhelm Conrad Röntgen vor etwa 115 Jahren. Röntgen war ein deutscher Physiker, der zu dieser Zeit lebte und forschte. Im Jahr 1895 entdeckte er bei einem seiner Versuche zufällig Strahlen, die nach ihm benannt wurden: die Röntgenstrahlen.

Von ihnen hast du sicherlich schon einmal gehört. Röntgenstrahlen werden zum Beispiel im Krankenhaus benutzt. Aber warum war nur vor Wilhelm Conrad Röntgen niemand auf sie aufmerksam geworden? Das liegt daran, dass Röntgenstrahlen für menschliche Augen nicht sichtbar sind. Nützlich sind sie aber trotzdem. Denn mit ihnen kann man Fotos vom Inneren des Körpers und anderen Dingen anfertigen.

Genau das entdeckte Röntgen: Er benutzte die Strahlen, um die Hand seiner Frau zu durchleuchten, sodass er eine Schwarz-Weiß-Aufnahme bekam, die jeden Knochen abbildete.

Wie das funktioniert? Röntgenstrahlen können Dinge durchdringen – wenn auch in unterschiedlicher Weise. Je dichter ein Material ist, desto weniger Strahlen kommen durch es hindurch und desto heller bleibt das Papier, auf das die Strahlen fallen. Zähne bestehen zum Beispiel aus besonders dichtem Material und werden auf dem Bild weiß abgebildet. Muskeln sind nicht so fest und werden daher dunkler abgebildet.

Jemanden zu röntgen ist allerdings nicht ganz ungefährlich: Wer viele der Strahlen abbekommt, kann krank werden. Daher wird heute nur mit ganz wenigen Strahlen und nur dann geröntgt, wenn es notwendig ist. (mak)

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