Bei Notfällen solltest du die Polizei informieren und an die fünf „W-Fragen“ denken

110 – diese Nummer hilft

Bei Anruf Hilfe: Bemerkst du einen Notfall, solltest du die Polizei anrufen. Sie kann dir schnell weiterhelfen. Screenshot  nh

Wenn du einen Unfall bemerkst und kein Erwachsener in der Nähe ist, musst du die Polizei rufen. Die Polizei hat in ganz Deutschland die Notrufnummer 110.

Der Anruf bei der Polizei ist kostenlos und funktioniert mit jedem Telefon. Also auch in einer Telefonzelle und mit einem Handy. Nachdem du die Notrufnummer gewählt hast, klingelt bei der nächstgelegenen Einsatzzentrale das Telefon.

Der Anruf wird dann von einem Polizeibeamten am Funktisch entgegengenommen. „Dieser fragt nach dem Grund für den Anruf“, erklärt Sabine Knöll, Pressesprecherin bei der Polizei in Kassel.

Wenn du die Polizei um Hilfe rufst, solltest du Ruhe bewahren und die fünf „W-Fragen“ beantworten können: Wer ruft an? Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wann ist es passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Dann solltest du nicht gleich auflegen, sondern warten, ob die Polizei noch Fragen hat.

Über Funk leitet die Einsatzzentrale deine Angaben an einen Streifenwagen weiter. Der Streifenwagen macht sich dann schnellstmöglich auf den Weg zu deinem Notfall. Je nach Schwere des Einsatzes fordert die Polizei auch die Feuerwehr und einen Rettungswagen an.

Um dich auf solche Notfälle vorzubereiten, arbeitet die Polizei mit Kindergärten und Schulen zusammen. „Wir bieten Projekte wie den Verkehrserziehungsdienst an“, sagt Sabine Knöll.

Übrigens: Beobachtest du ein Feuer oder siehst, wie jemand verletzt wird – etwa weil er sich beim Fußball ein Bein bricht –, musst du die Notrufnummer von Feuerwehr und Rettungsdienst, die 112, anrufen. Wenn dir die nicht einfällt, hilft aber auch hier die 110.

Auf keinen Fall darfst du die Notrufnummern jedoch missbrauchen. Scherzhaft bei Polizei, Feuerwehr oder dem Rettungsdienst anzurufen, lohnt sich auch gar nicht. Das Revier kann den Anruf genau zurückverfolgen – auch wenn die Rufnummer unterdrückt ist. „Kommt so etwas vor, schimpfen wir mit den Kindern und sprechen mit den Eltern“, erklärt Sabine Knöll.

Damit du dich immer an die sechs „W-Fragen“ erinnerst, stehen sie rechts zum Ausschneiden.

Von Ann Katrin Finger

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