Dichter: "Keine Idee zu dumm oder zu einfach"

Dichter Franz, der kanns: dichtet Reime, große und kleine.

Franz Hohler ist Dichter. Er ist berühmt für seine verrückten Ideen. Gerade hat er ein Gedichtband für Jungen und Mädchen veröffentlicht. dpa-Nachrichten für Kinder verriet Franz Hohler, wie es bei ihm abläuft, wenn er ein Gedicht schreibt.

Wann sprudeln bei Ihnen die Einfälle? Beim Spazierengehen, unter der Dusche, im Sessel?

Franz Hohler: "Am Schreibtisch, wo sie hingehören. Unter der Dusche haben sie nichts zu suchen. Aber manchmal habe ich auch woanders Einfälle, wenn ich über etwas Bestimmtes nachdenke - etwa im Zug, wenn ich zum Fenster hinausschaue."

Haben Sie schon als Kind Gedichte gelesen?

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Franz Hohler: "Ich habe als Kind gern Gedichte gelesen. Vor allem lustige, zum Beispiel von Wilhelm Busch, und ich habe sie auch leicht auswendig gelernt. In einem Gedicht kommt die Sprache ja durch den Reim wie in einer Geschenkpackung daher."

Wenn ich gerne dichten möchte - haben Sie ein paar gute Tipps?

Franz Hohler: "Keine Idee zu dumm oder zu einfach finden, um sie auszuführen! Man kann über alles ein Gedicht oder eine Geschichte machen. Einfach mal versuchen, vielleicht gelingt es!"

Wie lange brauchen Sie, um ein Gedicht zu schreiben?

Franz Hohler: "Manchmal gelingt es gleich, manchmal brauche ich drei oder vier Anläufe. Manchmal lasse ich ein angefangenes Gedicht ein paar Wochen liegen, bis mir dazu ein Schluss in den Sinn kommt, mit dem ich zufrieden bin. Auch fertige Gedichte schaue ich mir immer wieder an. Vielleicht liegt ja noch wo eine bessere Wendung drin."

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