Damit der Körper nicht überhitzt: Schwitzen

Wenn's heiß ist perlt schon Mal der Schweiß auf der Stirn. Sieht nicht schön aus, ist aber gesund.

Auf der Stirn hängen mehrere Schweißtropfen und das Hemd klebt am Körper: Schwitzen ist nicht immer sehr angenehm, hat aber eine wichtige Aufgabe. Es hilft dem Körper sich abzukühlen.

Wenn es brütend heiß ist, merken wir davon nicht sehr viel. Aber tatsächlich hilft Schwitzen auch dann. Wie das genau funktioniert? "Es gibt in unserem Körper eine Art Hitze-Sensor", berichtet der Arzt Falk Bechara. Er ist Fachmann für unsere Haut und erklärt: Dieser Hitze-Sensor misst die Körper-Temperatur. "Und sobald ein bestimmter Wert überschritten wird, meldet er: "Achtung, Hitze-Stau-Gefahr! Bitte schwitzen!"."

Jeder Mensch besitzt mehr als eine Million Schweißdrüsen. Viele davon an den Händen, Füßen, Achselhöhlen und an der Stirn. Diese Drüsen produzieren jeden Tag mindestens etwa einen halben Liter Schweiß. Eine ganze Menge! An heißen Tagen oder beim Sport kann es sogar noch deutlich mehr sein. Ein Marathonläufer zum Beispiel kann mehrere Liter Schweiß in der Stunde verlieren!

Die Schweiß-Drüsen liegen in der Haut. "Wie in einer kleinen Fabrik wird im unteren Teil der Drüse Schweiß hergestellt", erzählt der Fachmann. "Von dort schlängelt sich ein kleiner Kanal spiralförmig wie ein Korkenzieher nach oben zur Haut-Oberfläche." Kommt der Schweiß dort an, wird die Haut feucht - wir schwitzen.

Das ist gut, denn dann kühlt sich der Körper meist ab. Und zwar so: Wenn Luft auf die Haut kommt, kann die Feuchtigkeit von dort verdunsten. Das heißt, sie verschwindet von der Haut. Wenn die Feuchtigkeit verfliegt, nimmt sie auch etwas Wärme mit. Genau das kühlt die Haut und den Körper etwas ab.

Wer viel geschwitzt hat, hat meist schnell Durst. Auch das hat einen Sinn: So meldet der Körper nämlich, dass die Flüssigkeits-Reserven wieder aufgefüllt werden müssen. Spätestens dann ist es allerhöchste Zeit für ein erfrischendes Getränk, zum Beispiel ein großes Glas Wasser.

So funktioniert ein Deo

Schweiß besteht zum größten Teil aus Wasser. Meist stinkt er selber nicht. Der manchmal eklige Geruch entsteht häufig erst, wenn kleine Bakterien auf der Haut den Schweiß zersetzen. Dafür gibt es eine Abhilfe, zum Beispiel ein Deo.

Der Name ist Programm: Deo ist das Kurzwort für Deodorant, was so viel bedeutet wie "Entriecher".

In Deos ist zum Beispiel ein Wirkstoff, der das Wachstum der Bakterien verhindert. Damit können sie den Schweiß gar nicht erst zersetzen. Die meisten Deos enthalten zusätzlich noch einen Schweiß-Hemmer. Dieser Wirkstoff kann die Schweiß-Drüsen verengen, so dass weniger Schweiß aus dem Körper herauskommt. Außerdem ist in den Deos oft noch Parfüm. Das soll unangenehme Gerüche überdecken.

Bleibt noch eine Frage: Warum schmieren oder sprühen wir uns die Deos eigentlich nicht auf die Hände, Füße oder die Stirn? Dort gibt es doch auch besonders viele Schweißdrüsen. Das lässt sich einfach erklären: Unter den Achseln haben wir eine besondere Art von Drüsen. Sie produzieren eine ganz spezielle Flüssigkeit, die besonders riecht.

Schweiß hält unsere Haut geschmeidig

Wusstest du, dass Schweiß auch gut für unsere Haut ist? Eigentlich schwitzen wir, um unseren Körper abzukühlen. Es gibt allerdings noch einen angenehmen Nebeneffekt beim Schwitzen: Wir halten dadurch unsere Haut geschmeidig.

Der Schweiß verteilt nämlich den sogenannten Talg auf unserer Haut. Talg wird von speziellen Drüsen gebildet und fettet unsere Haut ein, richtig sehen tut man ihn nicht. Außerdem schützt er die Haut vor Krankheitserregern und schädlichen Stoffen. Gelangt der Talg aus den Drüsen an die Hautoberfläche, vermischt er sich mit dem Schweiß. So wird er schön gleichmäßig auf der Hautoberfläche verschmiert.

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