Curling-Spieler brauchen Köpfchen

Die deutsche Curling-Spielerin Andrea Schopp mit ihren Team-Kolleginnen Stella Heiß (links) und Melanie Robillard.

Schwere Steine übers Eis schleudern und die Bahn mit dem Schrubber auf Tempo polieren: So geht einfach gesagt der Sport von Stella Heiß.

Die 17-Jährige spielt Curling. Gerade ist sie bei den Olympischen Winterspielen in Kanada dabei - als eine der Jüngsten im deutschen Olympia-Team.

Warum macht Stella Heiß einen Sport, den kaum einer kennt? "Curling ist etwas Besonderes, weil es etwas ganz Anderes ist als Fußball oder so", erzählt die Schülerin aus Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Man müsse nicht nur sportlich, sondern auch geschickt sein und Köpfchen haben. Denn es komme auf die Taktik an.

Vor einigen Jahren hat sie sich mal eine Curling-Partie angeschaut. "Ich fand es super", erinnert sie sich. Sie ging dann zu einem Probetraining - und blieb sofort dabei.

Ihre vier Mitspielerinnen in der Curling-Mannschaft SC Riessersee, mit der sie in Kanada für Deutschland antritt, sind zum Teil viel älter. Zwei sind schon über 40 Jahre. Sie verstehen sich trotzdem alle, sagt Stella Heiß. "Es ist eigentlich ganz gut, wenn man von den Älteren ein bisschen Hilfe bekommt", erzählt sie. "Die unterstützen mich schulisch, ich bekomme mal was erklärt. Oder wenn wir irgendwo essen gehen, dann haben die immer Geld dabei, wenn was ist. Ich habe immer eine kleine Absicherung."

Bei den Olympischen Spielen will Stella Heiß nicht nur so gut wie möglich abschneiden, sondern auch andere Sportler kennenlernen. "Ich will auch anderen Sportarten zuschauen - Eishockey will ich mal anschauen." Ihr Vater war früher Eishockey-Profi.

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