Christina Stürmer und die Sache mit dem Schuh

Christina Stürmer (r) und die Kinderreporterin Laura Balthasar beim Interview.

Christina Stürmer sang schon als Jugendliche in einer Band. Die 27-Jährige kommt aus Österreich und tourt nun als Popstar durch die Gegend.

Beim Ökumenischen Kirchentag in München sang sie bei einem Konzert. Obwohl das Wetter ziemlich mies war, kamen mehr als 10 000 Zuhörer. Vor ihrem Auftritt hat Christina Stürmer erzählt, dass sie an so etwas wie einen Gott glaubt und warum sie ihre Mutter bewundert.

Glaubst du an Gott?

Christina Stürmer: "Schwere Frage. Ich weiß nicht, ob man es Gott nennen kann oder soll. Ich glaube auf alle Fälle an ein höheres Wesen, das irgendwie die Hand über uns legt und dann schon alles bestimmt, was dann so auf der Welt vorgeht. Wann man geboren wird, wann man stirbt - das ist, glaube ich, alles schon eingeritzt. Aber wie gesagt, ob man das jetzt Gott nennt oder Fritz oder was auch immer - ich glaube an ein höheres Wesen."

Wie kommst du auf deine Texte?

Christina Stürmer: "Also das kann manchmal im ärgsten Stress sein, dass dir irgendwas einfällt oder genauso, wenn du gerade den Kopf frei hast und im Urlaub bist und irgendwo am Strand liegst. Es kann dir immer eine Idee kommen und gerade, wenn du mit Menschen ein Gespräch hast - und dann kommst du auf irgendwelche komischen Themen, wo du dir dann denkst: "Moment mal, das ist ja eigentlich gar nicht so blöd, das ist vielleicht ein super Songtext". Und dann muss man sich das eben immer gleich notieren."

Hast du ein Vorbild?

Christina Stürmer: "Meine Mama, weil sie drei Kinder auf die Welt gebracht hat - und ich finde, dass sie das gut gemacht hat, also ich finde uns alle drei schwer okay und das muss man erstmal schaffen."

Bist du vor deinen Konzerten aufgeregt?

Christina Stürmer: "Ja. Das ist manchmal mehr und manchmal weniger. Also gerade, wenn man vor einer Tour steht und lange nichts gespielt hat, dann ist man natürlich nervöser, als wenn man mitten in einer Tour ist und schon die Routine hat und weiß, dass es funktioniert."

Was war das Peinlichste, das dir je auf der Bühne passiert ist?

Christina Stürmer: "Das war, als wir vor zwei oder drei Jahren mal in Österreich gespielt haben und die Fans Luftballons herumgeschossen haben. Und dann kam einer auf die Bühne und ich wollte den total lässig wegkicken. Und ich schnüre meine Schuhe nie wirklich zu, also die sind immer locker gebunden. Und das war halt zu locker anscheinend, weil der ganze Schuh mitgeflogen ist, ins Publikum und jemandem an den Kopf geknallt. Da wäre ich am liebsten in Grund und Boden versunken, weil das erstens mein Stinkeschuh war, den ich da seit einer Stunde vollgeschwitzt hatte, und zweitens, weil er eben jemandem an den Kopf geflogen ist. Er kam dann wieder zurück auf die Bühne, ich weiß nicht wie, er stand auf einmal wieder da, also ich fand's peinlich."

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