Präsidentschaftskandidat 1: Christian Wulff hat vor allem Politik gemacht

Christian Wulff hat wohl keine Angst vor einem Wolfswelpen.

Er lächelt häufig und wirkt meist ruhig und harmlos. Damit kommt Christian Wulff bei manchen Menschen gut an. Seine Gegner sollten den 51 Jahre alten Politiker jedoch nicht unterschätzen.

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Denn seit seinen Tagen als Schüler arbeitet er ehrgeizig daran, es weit zu bringen. Sein Hobby sei die Politik, hat er einmal gesagt. Er hat nur wenig anderes gemacht.

Christian Wulff wurde am 19. Juni 1959 in Osnabrück geboren, einer Stadt zwischen Münster und Bremen im Bundesland Niedersachsen. Christian hatte es als Kind nicht leicht. Als er zwei Jahre alt war, trennten sich seine Eltern. Und als er 15 Jahre alt war, musste er sich um seine Schwester und seine Mutter kümmern. Denn die war schwer krank.

Als Kind wollte Christian wohl noch Busfahrer werden. Doch schon in Schulzeiten interessierte er sich für Politik. Und er konnte wohl gut reden - zumindest war er Schülersprecher. Noch als Schüler trat er in die Partei CDU ein.

Er schaffte das Abitur und das Jurastudium. Damit kann man Anwalt oder manchmal auch Richter werden. In seiner Partei stieg er weiter auf. Nun ist er schon seit vielen Jahren Regierungschef des Bundeslandes Niedersachsen - und er möchte Bundespräsident werden.

Und wie sieht's mit Familie aus? Christian Wulff hat eine 16-jährige Tochter und mit seiner zweiten Frau einen kleinen Sohn. Außerdem hat seine Frau noch einen Sohn mit in die Familie gebracht.

Hintergrund: Was macht ein Bundespräsident?

Der Bundespräsident ist der erste Mann im Staat. Trotzdem hat er viel weniger zu sagen als etwa die Bundeskanzlerin. Er soll aber gut reden können. Die Bürger sollen nämlich von ihm erfahren, was für das Land in Zukunft wirklich wichtig ist. Das ist eine seiner wichtigsten Aufgaben.

Auch der Regierung kann der Rat eines klugen Präsidenten nützen. Er spricht mit den Leuten und hält manchmal Ansprachen, die auch im Fernsehen gezeigt werden.

Obwohl der Bundespräsident nicht viel Macht hat, geht in Deutschland einiges nicht ohne ihn. So muss er jedes Gesetz unterschreiben, bevor es gelten kann.

Außerdem ernennt er die deutsche Regierung. Er wählt die Kanzlerin und die Minister zwar nicht aus. Sie können ihre Ämter aber nur antreten, wenn sie vom Präsidenten ernannt worden sind.

Der Präsident reist auch häufig in andere Staaten, um unser Land zu vertreten. Der ehemalige Präsident Horst Köhler flog zum Beispiel oft nach Afrika.

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