Der Chef der Schüler-Union erzählt

Younes Ouaqasse hat jetzt das Abitur in der Tasche.

Wenn Lehrer etwas dazulernen wollen, dann sollen sie das in ihrer Freizeit tun. Denn sonst fallen zu viele Stunden aus. Das fordert die Schüler-Union. Sie ist ein bisschen so etwas wie die Schülergruppe der Partei CDU.

Ihre Mitglieder treffen sich an diesem Wochenende zur Bundesschülertagung in Mannheim in Baden- Württemberg. Chef der Schüler Union war bisher Younes Ouaqasse. Am Sonntag gibt der 21-Jährige den Posten ab.

Was hast du als Chef der Schüler Union gemacht?

Younes Ouaqasse: "Da ich selber bis vor kurzem Schüler war, weiß ich genau, wo es in der Schule Probleme gibt. Ich finde zum Beispiel nicht gut, dass man an manchen Schulen nicht zum Religionsunterricht gehen muss. Es ist so wichtig, etwas über verschiedene Religionen zu lernen! Sonst weiß etwa ein muslimischer Schüler gar nicht, warum er Weihnachtsferien hat, denn im Islam gibt es keine Weihnachten. Als Chef der Schüler-Union gehe ich dann zu den Politikern und sage ihnen, dass wir unbedingt überall Religionsunterricht haben müssen."

Warum hast du damit angefangen?

Younes Ouaqasse: "Ich wollte unbedingt helfen, die Schulen zu verbessern. Ich würde zum Beispiel kleinere Klassen gut finden oder wenn man die Klassenarbeiten am Computer schreiben könnte. Aber wenn du nichts machst und nichts sagst, dann wird sich nie etwas ändern. Deshalb habe ich mir gedacht: Es ist gut, in eine Organisation wie die Schüler-Union zu gehen. Die ist nämlich so groß, dass die Politiker auch zuhören, wenn wir etwas sagen."

Was war dein bestes Erlebnis in der Schüler-Union?

Younes Ouaqasse: "Das war vor zwei Jahren, als ich zum Chef gewählt wurde. Als ich jünger war, war ich noch superschlecht in der Schule. Damals war ich noch auf der Hauptschule. Irgendwann hat es mich aber gepackt. Ich habe mich hingesetzt und gepaukt. Jetzt habe ich sogar das Abitur in der Tasche. Wenn man nur will, kann man alles schaffen."

Was war dein schlimmstes Erlebnis in der Schüler-Union?

Younes Ouaqasse: "Einmal hatte ich es morgens sehr eilig - ich musste schnell zu einer Versammlung. Als ich dann dort angekommen war, habe ich gemerkt, dass ich anstatt meiner Unterlagen für die Versammlung meine Mathe-Hausaufgaben eingepackt hatte. Das war ein riesen Schreck!"

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