Bunte Stoffe, große Hintern: Was ist schön in Afrika?

Ihren Haaren widmen Afrikanerinnen oft besonders viel Zeit.

Joseph Gitenga ist ein Geschäftsmann in Nairobi. Das ist die Hauptstadt von Kenia in Afrika. Joseph Gitenga wurde eingeladen, bei einem Casting von Models zuzuschauen - in einer amerikanischen Agentur.

Er nahm an, obwohl er eigentlich keine Lust hat. "Bei diesen Wettbewerben weiß ich doch eh ganz genau, wie es ausgeht", klagt er. "Die Hässlichen gewinnen." Nanu? Wie kann man denn große Frauen mit schlanken langen Beinen hässlich finden? Aufgepasst: Nicht überall halten Menschen dieselben Dinge für hübsch.

"Eine Frau darf nicht aussehen wie ein Junge, sondern muss Kurven haben", sagt zum Beispiel Joseph Gitenga. "Und vor allem einen schönen großen Hintern." Auf ein wohlgeformtes, ausladendes Hinterteil sind die meisten Afrikanerinnen stolz. Sie betonen es dann sogar noch mit knappen, engen Röcken oder Kleidern. Und bei uns jammern Frauen oft, dass sie gern einen kleineren Po hätten - da können viele afrikanische Frauen nur mitleidig lächeln.

Viele Afrikanerinnen lieben übrigens auch bunte Stoffe. Sie flattern oft locker um den Körper. Denn enge T-Shirts und Jeans sind nicht besonders angenehm, wenn es draußen affenheiß ist.

Und die Haare: Ihnen widmen viele Frauen besonders viel Zeit. Es gibt haufenweise verschiedene Flechtfrisuren und kleine Mädchen müssen oft stundenlang geduldig auf einem Stuhl sitzen, wenn mal wieder neue Zöpfchen fällig sind. Das tut dann manchmal richtig weh, wenn der Friseur durch die Haare kämmt! Es gibt sogar Frauen, die sich deshalb lieber die Haare abrasieren und Perücken aufsetzen.

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